Hubertusjagd am Brelinger Berg

Master Cosimo von Dungern (rechts) und seine Equipage führen die Hunde der Niedersachsen-Meute zum Stelldichein der Hubertus-Jagd in Brelingen. Foto: B. Stache
 
Master Cosimo von Dungern bringt zur Hubertusjagd in Brelingen 18 Hunde der Niedersachsen-Meute mit. Foto: B. Stache

Cosimo von Dungern führt die Niedersachsen-Meute erfolgreich als Master

Brelingen (st). Beim Stelldichein am Sonntagmittag begrüßten der 1. Vorsitzende des Reit- und Fahrverein (RuF) Brelinger Berg, Peter Moser, und Jagdherr Camill Freiherr von Dungern Reiter und Zuschauer, die in großer Zahl auf bereitgestellten Treckergespannen Platz gefunden hatten. Die Hubertusjagd 2017 des RuF führte über eine Jagdstrecke von zirka 15 Kilometern, auf denen 25 Sprünge zu bewältigen waren. Die Schleppe wurde von Carina Ebert gelegt, Karl-Hermann Alt und Tom Braun begleiteten sie. Cosimo von Dungern führte die Niedersachsen-Meute als Master. „Wir haben heute neun Koppeln dabei, das sind 18 Hunde“, berichtete der Master. In der Equipage ritten seine Schwester Celestina Löbbecke, Simone Klatt und Elke Martsch mit. Das springende erste Feld, das sogenannte Jagdherrenfeld, wurde von Camill Freiherr von Dungern geführt. Lisbeth Müller-Stephan hatte die Führung des zweiten Feldes übernommen. Dessen Reitern war es freigestellt, Hindernisse zu überwinden oder zu umreiten. Das dritte (Besucherfeld) wurde von der Jugendwartin des RuF Brelinger Berg Ulrike Wöbse geführt. Sie brachte ihre Gruppe in gemäßigtem Tempo zu verschiedenen Übersichtspunkten entlang der Strecke. Die Zuschauer auf den Treckergespannen konnten das Jagdgeschehen von sechs Zuschauerpunkten aus verfolgen. „Nach der zweiten Schleppe gibt es den Bügeltrunk, die traditionelle große Pause wird an der kleinen Sandkuhle gemacht“, hatte Vorsitzender Peter Moser zu Beginn der Hubertusjagd angekündigt. Beim Zwischenstopp an der Sandkuhle Bennemühlen erfreuten sich die Reiter und Besucher an Speisen und Getränken – für Pferde und Hunde war es ebenfalls eine willkommene Verschnaufpause. Das Jagdhornbläserkorps Hegering Wedemark unter Leitung von Klaus Breitkopf begleitete die Reitjagd mit entsprechenden Jagdsignalen. Die sanitätsdienstliche Betreuung hatten Wiebke Jeske, Max Heidenreich und Patrick Oppermann von der DRK-Bereitschaft Wedemark-Burgwedel-Isernhagen übernommen. Sie kamen erfreulicherweise nicht zum Einsatz. „Es hat viel Spaß gemacht. Die Strecke war sehr abwechslungsreich. Wir sind über Felder, entlang von Wegen und durch den Wald geritten“, freute sich Edgar Lichatz aus Osterwald. Er war auf Cedik, einem achtjährigen Schimmelwallach, im Jagdherrenfeld mitgeritten. Beim Halali überreichten Wiltrud Löhr und Peter Moser den traditionellen Waidmanns-Bruch an alle Reiter. Die Hunde der Niedersachsen-Meute nahmen auf das Signal „Hunderuf“ das wohlverdiente Curèe an. Die Jagdvesper fand im „Reiterstübchen“ statt. Dort stärkten sich alle an der leckeren Gulaschsuppe, zubereitet von der Landschlachterei Backhaus aus Brelingen. Master Cosimo von Dungern bedankte sich – auch im Namen des Jagdherrn – bei Peter Moser und seinem Team vom RuF Brelinger Berg für die gut organisierte Hubertusjagd. „Es war ein schöner Tag, die Arbeit mit den Hunden zu erleben“, lautete sein Fazit. Für die Jagdkritik sorgte Raban Schmid-Mölholm aus Wietze. Er verwies auf die guten Sandbodenverhältnisse rund um Brelingen, die das Reiten auch nach starken Regenfällen zuließen. Aber der Waldboden und vor allem Kurven hätten sich teilweise in Seenlandschaften verwandelt. In Verbindung mit einem umgestürzten Baum auf der Strecke seien das nahezu Military-Verhältnisse gewesen, beschrieb er das Geschehen. „Die Hunde sind strikt auf der Fährte gelaufen und waren sehr, sehr schnell.“ Raban Schmid-Mölholm erinnerte daran, dass es keinen Sturz gegeben habe. „Alle sind auf dem Pferd geblieben. Wir sind alle Gewinner“, lobte er und brachte ein gemeinsames, dreifaches „Horrido-Joho" aus.