Hungrig auf Bildung

Informationsveranstaltung zur Unterstützung von indigenen Kindern in Paraguay

Mellendorf. Zu einer Informationsveranstaltung über das Projekt „Hungrig auf Bildung“ lädt der Verein jetzt ein am Sonnabend, 31. August, um 19 Uhr in den Gemeindesaal der katholischen KirchengemeindeSt. Marien in Mellendorf. Mit Schwester MariblancaBarón und dem indigenen Lehrer der Schule, Emilio Barros, werden zwei Gäste aus Paraguay berichten, wie durch Hilfe zur Selbsthilfe ausgegrenzte Menschen eine Chance für die Zukunft erhalten.Um die weitere Unterstützung der Schule sicherstellen zu können, werden dringend neue Patenschaften benötigt. Die bestehenden Lebensumstände der indigenen Bevölkerung sind nach wie vor auf der untersten Stufe der sozialen Leiter angesiedelt.Der Verein, 1978 in Mellendorf als private Entwicklungshilfeorganisation mit christlichem Hintergrund gegründet, setzt sich dafür ein, die indianischen Völker Paraguays auf ihrem Weg in eine selbstbestimmte, menschenwürdige Zukunft in der paraguayischen Gesellschaft helfend zu begleiten. Dazu werden in enger Zusammenarbeit mit kirchlichen Stellen, u.a. denStyler Missionaren, und durchweg unter Mitfinanzierung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Projekte vorwiegend in den Bereichen rechtliche Sicherung von Grund und Boden, Landwirtschaft, Gesundheit und Bildung gefördert.Die Landwirtschaftsschule Mba´eKatu entstand vor zwölf Jahren durch die Initiative von drei indigenen Dorfgemeinschaften. Mit bescheidenen Mitteln der durchweg armen Familien wurden ein Schulgebäude und Hütten für die Unterbringung der Lehrer und Schüler errichtet. Heute besuchen rund 60 Jungen und Mädchen die Schule. Die meisten von ihnen wohnen während der Woche in Hütten auf dem Schulgelände, da die Wege nach Hause zu weit sind. Die sieben Lehrerinnen und Lehrer, die Hälfte davon sind Indigene, erhalten eine Vergütung vom Staat. Für die Unterhaltung der Schule müssen die Eltern der Kinder selbst aufkommen. Die meisten von ihnen sind nicht in der Lage, die Kosten für Schulspeisung, Bücher, Hefte und Beförderung aufzubringen. Die Schwestern der Steyler Missionare, die den Aufbau der Schule mit Rat und Tat begleitet haben, baten den Indianerverein um Unterstützung. Eine Reihe von Mitgliedern und Freunden des Vereins haben Patenschaften übernommen, die zusammen mit weiteren Spenden einen großen Teil der Unterhaltungskosten abdecken konnten. Rund 9.000 Euro sind auf diesem Weg zusammengekommen. Neben der Verpflegung der Kinder konnten ihre Wohnhütten mit Betten ausgestattet werden. Mit maßgeblicher Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung konnte die Schule im letzten Jahr einen Stromanschluss erhalten.