Im Land der Regenbogenschlange

Die jugendlichen Teilnehmer sind mit Begeisterung beim Sommerferienprojekt der Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark dabei – auch die Erwachsenen Jane Wyrwa (von links), Christiane Bardeck, Anette Haller und Andree Woosmann haben ihre Freude. Foto: B. Stache

Sommerferienprojekt der Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark

Wedemark/Fuhrberg (st). „Ich finde es gut, dass wir jedes Mal etwas anderes machen. Ich bin das vierte Mal dabei“, erklärte die zehnjährige Lisa-Marie am Dienstagnachmittag beim Sommerferienprojekt der Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark. Insgesamt 23 Kinder aus der Wedemark, überwiegend Mädchen, nahmen am 23. Sommerferiencamp teil, das die Kunstschule zum achten Mal in Kooperation mit enercity, der Stadtwerke Hannover AG, durchführt. Nach Aufenthalten bei den Inkas, im heißen Afrika und im geheimnisvollen Indien führte die Weltreise die jugendlichen Teilnehmer am Sommerferienprojekt auf den südlichsten Kontinent der Erde, zu den Aborigines nach Australien. Drei Tage lang beschäftigten sich die Kinder unter Anleitung ihrer Betreuer Jane Wyrwa, Anette Haller und Andree Woosmann von der Kinder- und Jugendkunstschule mit den traditionellen Lebensweisen und der Kunst der australischen Ureinwohner. Unter dem Motto „Im Land der Regenbogenschlange“ hatten sie im Fuhrberger Wald ein kleines Lager an der Jagdhütte in der Nähe des Wasserwerks Fuhrberg eingerichtet. Gemeinsam wurden Baumstämme entrindet und zu Totempfählen geschnitzt. „Die Pfähle werden später noch angemalt und finden ihren Platz am Trinkwasser-Erlebnispfad“, erläuterte Christiane Bardeck, enercity Mitarbeiterin vom Wasserwerk Elze. An einer weiteren Station formten die Projektteilnehmer Mundstücke aus Bienenwachs für große Didgeridoos, die markanten, traditionellen Blasinstrumente der Aborigines. „Mir macht das Spaß, das ist alles toll hier“, begeisterte sich der zehnjährige Finn. In der Lederwerkstatt bastelte Anette Haller mit den Kindern kleine Lederbeutel. „Selbstverständlich aus Känguru-Leder“, erklärte sie mit einem Augenzwinkern. Nach Vorlagen der Aborigines gestaltete eine andere Gruppe Sandbilder und Schmuck. Spiele und Geschichten rundeten das Lagerleben unter der Regenbogenschlange ab – diese zierte den Eingang zum Camp im Fuhrberger Wald.