Imker noch immer auf Nachwuchssuche

Der Vorstand des Imkervereins Wedemark: (v. l.) Schriftführerin Bettina Bordtfeld, Vorsitzender Dr. Reinhold Hergemöller, Referent Dieter Hübner und zweiter Vorsitzender Christoph Schmieta. Foto: A. Wiese

Wedemärker sind nun drittgrößter Verein in der Region Hannover

Abbensen (awi). In den letzten fünf Jahren haben die Imker des Imkervereins Wedemark ihre Mitgliederzahl auf 81 Imker mit knapp 500 Völkern verdoppelt. Auch bei ihrer Hauptversammlung in Abbensen gab es einen Neueintritt.“ Die von uns vor fünf Jahren gestartete Aktion Imkern auf Probe ist damit ein voller Erfolg. Wir wollen dieses Angebot auch weiterhin aufrecht erhalten und freuen uns über jeden Interessenten“ so Schmieta. Jedem Neuimker erhält vom Verein das notwendige Rüstzeug, die Bienen und einen versierten Paten an die Seite gestellt, daneben werden über den Kreisimkerverband Schulungen für Jungimker angeboten. Im Mittelpunkt der Hauptversammlung im Gasthaus Knop in Abbensen stand Referent Dieter Hübner, Anbauberater der deutschen Saatenveredelungsgesellschaft, einem mittelständischen Zuchtunternehmen mit 350 Mitarbeitern. Er referierte über „Mehr Trachtpflanzen als Haupt- und Zuchtkultur in der Feldflur“. Wichtig für die Imker: Je mehr Blütenpflanzen es in der Feldmark gibt, desto mehr Nahrung finden die Bienen. „Eine gestaltete Fruchtfolge ist immer gut“, trat der Referent für ein Miteinander von Landwirten und Imkern ein. Bei der Versammlung bestätigten die Imker auch ihren Vorstand. Dieser setzt sich folgendermaßen zusammen: Vorsitzender ist Dr. Reinhold Hergemöller, zweiter Vorsitzender und Obmann für Bienengesundheit Christoph Schmieta, Schriftführerin Bettina Bordtfeld, Kassiererin Gabriele Vorholt und Obmann Honig Manfred Dannenfeld. In diesem Jahr wird der Imkerverein aus Anlass seines 75-jährigen Bestehens mehrere Abendveranstaltungen zu imkerlichen Belangen anbieten. „Daneben wünschen wir uns eine Zusammenarbeit mit den Schulen und werden uns an der Ferienpassaktionen beteiligen“ betonte Schmieta. Schulen, die interessiert sind, können sich gerne an den Vorsitzenden Reinhold Hergemöller oder Christoph Schmieta wenden.
Im vergangenen Jahr machte auch den Wedemärker Imkern die Faulbrut zu schaffen. Es gibt noch ein Sperrgebiet zwischen Meitze und Fuhrberg. „Zusammen mit dem Veterinäramt haben die Völker der bakannten Stände zwar saniert, aber bei Nachkontrollen wurde erneut der Krankheitserreger festgestellt. Es gibt in diesem Gebiet wohl immer noch kranke Völker, die wir nicht finden können“, berichtete Christoph Schmieta. Über entsprechende Meldungen sind die Imker daher dankbar.