Info-Veranstaltung zu Bauvorhaben von Sennheiser

Geplanter Neubau und Erweiterung sind Thema

Bissendorf/Wennebostel. Die Gemeinde Wedemark lädt für den 5. April ab 19 Uhr zu einer Informationsveranstaltung über die zukünftigen Entwicklungen im Umfeld der Firma Sennheiser electronic GmbH in das Bürgerhaus Bissendorf ein.
Der geplante Neubau eines Büro- und Elektroniklaborgebäudes (Innovation Campus) durch die Sennheiser V + V GmbH & Co.KG an der „Lindenstraße“ und die beabsichtigte Erweiterung des Firmengeländes westlich des „Wennebosteler Kirchweg“ sind seit geraumer Zeit Gegenstand einer teilweise kontrovers geführten öffentlichen Diskussion. Beide Themen bewegen nicht nur die direkten Anlieger der geplanten Bauvorhaben, sondern gehen zum Teil weit über diesen Kreis der Betroffenen hinaus. Bürgermeister Tjark Bartels und Dr. Andreas Sennheiser (Geschäftsführer der Fa. Sennheiser electronic GmbH) haben auf der letzten Sitzung des Ortsrates Wennebostel am 24. Januar angekündigt, die Pläne für das Büro- und Laborgebäude und die weitere Entwicklung der Bauleitplanung westlich des „Wennebosteler Kirchweg“ in einer öffentlichen Veranstaltung Anfang April 2013 vorzustellen. Diese Zusage wird mit Präsentation des geplanten Neubaus durch Herrn Dr. Sennheiser und die Erläuterungen des Bürgermeisters zur Präzisierung der Bauleitplanung für die Erweiterung des Firmengeländes westlich des Wennebosteler Kirchweges erfüllt. Eingeladen sind in erster Linie die Anwohner des südlichen Teils der „Lindenstraße“ im Ortsteil Wennebostel, die Anlieger der Gemeindestraße „Zur Quelle“ und die Anlieger des „Wennebosteler Kirchweg“, soweit sie sich bereits zur Planung geäußert haben. Eingeladen sind auch alle anderen interessierten Einwohnerinnen und Einwohner.
Die Gemeindeverwaltung macht darauf aufmerksam, dass es sich bei der Vorstellung der Baupläne der Fa. Sennheiser electronic GmbH für das Büro- und Elektroniklaborgebäude um eine freiwillige und durch keinerlei Rechtsvorschriften veranlasste Information handelt. Für diesen Teil des Firmengeländes existiert seit 2007 ein rechtskräftiger Bebauungsplan, der die Zulässigkeit der baulichen Nutzung bestimmt. Die Änderung des Flächennutzungsplanes Nr. 16/09 und die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 16/11 „Wennebosteler Kirchweg-Westseite“ sind dagegen ergebnisoffene Planungsprozesse, die auch mit der Veranstaltung am 5. April noch nicht abgeschlossen sind. Für die Bauleitplanung Flächennutzungsplanänderung Nr. 16/09 und den Bebauungsplan Nr. 16/11 „Wennebosteler Kirchweges-Westseite“) stellt die Veranstaltung am, 5. April eine neue Form der Öffentlichkeitsbeteiligung dar. Zusätzlich zu den im Baugesetzbuch vorgeschriebenen Verfahrensschritten informiert der Bürgermeister vor einer Beratung in den Gremien des Gemeinderates die interessierte Öffentlichkeit über den Stand der Bauleitpläne und die beabsichtigten Änderungen in den Festsetzungen des Bebauungsplanes. Die gewünschte Diskussion der Planinhalte gibt zudem den ebenfalls eingeladenen Mitgliedern des Gemeinderates die Gelegenheit sich unmittelbar über das Meinungsbild zur Bauleitplanung westlich des Wennebosteler Kirchwegs zu informieren. Die Gemeindeverwaltung war im Januar bei der Terminwahl für die öffentliche Veranstaltung Anfang April dieses Jahres davon ausgegangen, dass zu den Themen: Lärmschutz, Regenwasserbeseitigung und naturschutzrechtliche Bewertung hinreichend fundierte Erkenntnisse vorliegen würden, die eine umfassende Wertung und abschließende Rückschlüsse auf die Festsetzungen im Bebauungsplan ermöglicht hätten. Aufgrund des sich sehr lang hinziehenden Winterwetters kann dieser Erwartung nur für den Teilaspekt Lärmschutz vollständig entsprochen werden.
Für die zu Recht gestellten Fragen nach der Beseitigung des anfallenden Regenwassers gibt es belastbare Aussagen nur zur generellen Sickerungsfähigkeit des Bodens und erste Hinweise auf mögliche Konsequenzen für die Bebauung im Plangebiet. Die naturschutzrechtliche Bewertung umfasst bisher eine „Potentialanalyse“, nach der mögliche Vorkommen von Tier- und Pflanzenarten im Plangebiet ermittelt wurden. Eine Begehung des Planbereichs zur Bestandserfassung der vorkommenden Tier- und Pflanzenarten, auf die auch schon in den bisherigen Auslegungsverfahren von Anliegern hingewiesen wurde, erfolgt – hoffentlich bald – bei wärmerer Witterung.