Infos vom 11. Bürgermeisterfrühstück

Bürgermeister Tjark Bartels (vorne rechts) hat das 11. Bürgermeisterfrühstück im Landhaus Wietze geleitet. Foto: B. Stache

Neue Ideen für Heimatmuseum und Gedenkstätte wurden vorgestellt

Bissendorf-Wietze (st). Bürgermeister Tjark Bartels hatte am Samstag die Ortsbürgermeister/innen, deren Stellvertreter sowie Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung zum 11. Bürgermeisterfrühstück nach Bissendorf-Wietze eingeladen. Im Landhaus Wietze traf sich das Gremium in nichtöffentlicher Sitzung zur Beratung und Austausch von Informationen. Während einer Pause informierte Bürgermeister Bartels die lokale Presse über die Inhalte vor allem zweier Tagesordnungspunkte, die bei diesem Treffen im besonderen Fokus standen: Vorstellung des Konzeptes für das Richardt-Brandt-Heimatmuseum in Bissendorf, Gottfried-August-Bürger-Straße 3, sowie die Vorstellung der Neukonzeption der Gedenkstätte Ahlem in der Region Hannover. Karl-Hans Konert, Jurist aus der Landesverwaltung, erläuterte als Leiter des 1963 gegründeten Heimatmuseums im Pausengespräch Ideen zur Weiterentwicklung des Museums. „Wir sind jetzt dabei, mit einem Kreis von zirka 15 Personen unser Konzept für das Museum zu entwerfen. Wir wollen nichts Aufgestülptes haben sondern wollen selber sehen, was ist für uns aus der Vergangenheit wichtig, was soll uns in die Gegenwart oder in die Zukunft führen, was wollen wir darstellen?“, erläuterte der Museumsleiter. Bürgermeister Bartels machte deutlich, dass das Heimatmuseum in Bissendorf ein Wedemärker Museum sei und in dem Arbeitskreis Menschen aus allen Teilen der Wedemark mitarbeiteten. Wertvolle Tipps zur Gestaltung der Ausstellung in Bissendorf hat Museumsleiter Konert nach eigenem Bekunden von Dr. Martin Salesch, Leiter Deutsches Erdölmuseum Wietze, erhalten. Bis das neue Konzept steht, wird es eine Sonderausstellung in Bissendorf, Gottfried-August-Bürger-Straße 3, geben. „Am 8. und 9. Dezember wollen wir beim Weihnachtsmarkt eine Kinderspielzeug-Ausstellung zeigen, die bis zum 6. Januar geht“, gab Karl-Hans Konert bekannt. Über die Neukonzeption der Gedenkstätte Ahlem informierte Projektmitarbeiter Shaun Hermel: „Ich war heute hier um die Neukonzeption und aktuelle Entwicklung vorzustellen. Wir haben vor, in Ahlem zukünftig auch die 21 Städte und Gemeinden verstärkt mit einzubinden. Ahlem soll eine Gedenkstätte der Region Hannover werden. Dazu gehört auch, dass sich die Städte und Gemeinden der Region in Ahlem wiederfinden.“ Für die Eröffnung der Gedenkstätte, voraussichtlich im Jahr 2014, sei eine interaktive Regionskarte geplant, auf der die Besucher ihre Heimatorte wiederfinden, um auch etwas über die Zeit des Nationalsozialismus in ihren Orten zu erfahren. Bürgermeister Bartels erklärte, er glaube, dass die Ländlichkeit der Wedemark es mit sich bringe, dass es nicht so markante Punkte für jüdisches Lebens gebe. „Das heißt aber überhaupt nicht, dass Nazideutschland nicht auch in der Wedemark war“, so Tjark Bartels und verwies zugleich auf die Zwangsarbeit in den Mooren: „Damit muss man sich beschäftigen. Heute sind aus dem Kreis der Ortsbürgermeister schon einige Ideen gekommen.“ Während des Bürgermeisterfrühstücks wurde des Weiteren über den Präventionsrat sowie den Besuch der schwedischen Partner aus Gislaved am 2. und 3. Dezember gesprochen.