Inklusionsfrühstück mit Sozialministerin

Mit einem „Inklusionsblumenstrauß“ bedankte sich Renate Löhr bei Sozialministerin Cornelia Rundt für ihre Teilnahme am Inklusionsfrühstück zusammen mit SPD-Bürgermeisterkandidat Helge Zychlinski. Foto: A. Wiese

Cornelia Rundt diskutierte mit den Teilnehmern engagiert über Barrierefreiheit

Bissendorf (awi). Seit einem Jahr treffen sich Menschen mit und ohne Behinderungen einmal im Monat zum „Inklusionsfrühstück“ im Café Vatter in Bissendorf. Ges-tern hatten sie prominenten Besuch: Niedersachsens Sozialmi-
nisterin Cornelia Rundt folgte der Einladung von SPD-Bürgermeis-terkandidat Helge Zychlinski in die Wedemark und diskutierte mit den Teilnehmern der Frühstücksrunde engagiert über Inklusion, barrierefreie Arztpraxen und das Angebot an Mietwohnraum für Menschen mit Behinderungen. Renate Löhr von der Lenkungsgruppe des Arbeitskreises begrüßte die Ministerin, bedankte sich für ihr Kommen und überreichte einen bunten „Inklusionsblumenstrauß“ als Symbol für ein „farbenfrohes Miteinander ohne verknickte Zweige und vertrocknete Blüten“. In der Wedemark versuchten Menschen mit Handicap und „‚Normalos“, wie Löhr sie bezeichnete, auf Augenhöhe miteinander umzugehen. Inklusion beschränke sich nicht auf das Thema Schule betonte Helge Zychlinski in seiner Begrüßung. Jedoch sei Schule die Keimzelle der Gesellschaft und wenn Inklusion dort nicht gelänge, werde sie auch woanders nicht funktionieren. In der Wedemark werde an vielen Stellen gleichzeitig an dem Thema Inklusion gearbeitet. Ein ganz aktuelles Projekt sei der Behindertenbeirat, der voraussichtlich am Montag im Gemeinderat beschlossen und besetzt werde. Sozialministerin Cornelia Rundt freute sich über diesen gemütlichen Auftakt ihres Arbeitstages und berichtete von der Fachkommission mit Vertretern vielfältiger Behinderungen, die ihr Ministerium eingesetzt habe, damit die Belange von Menschen mit Handicap kompetent vertreten würden. „Beim Regierungswechsel vor einem Jahr haben wir einen Aktionsplan von Schwarz-Gelb vorgefunden, der etwas angefangen war, aber gänzlich ohne die Beteiligten. Das war peinlich. Unsere Fachkommission kümmert sich jetzt um Themen wie Bildung und Schule, Arbeitsbedingungen für Behinderte, den Anteil von Schwerbehinderten in Betrieben und vieles mehr. Ein Thema, bei dem noch viel Aufbauarbeit zu
leisten sei, sei das Wohnen. Gerade habe die Landesregierung ein neues Wohnbauförderprogramm verabschiedet, jetzt gehe es an die praktische Umsetzung. Die Teilnehmer des Frühstücks berichteten der Ministerin von ihren Problemen mit nicht barrierefreien Arztpraxen in der Wedemark, oder der Schwierigkeit, hier geeigneten Wohnraum zu finden.