Intelligenten Blumentopf entwickelt

Jakob Marten, Celine Pleuß und Henrik Kranich stellvertretend für das Schülerteam, das den intelligenten Blumentopf erfunden hat und ihn ab Freitag auf der Messe Makers Faire in Hannover präsentiert. Foto: A. Wiese

Wedemärker Gymnasiasten präsentieren Projekt auf der Makers Faire

Wedemark (awi). Am nächsten Wochenende findet die Maker Faire Hannover 2016 im Hannover Congress Centrum statt. Das familienfreundliche Festival für Selbermacher zieht wieder kreative Bastler aus der gesamten Bundesrepublik an. Zudem findet erstmalig ein Schülertag am Freitag, 27. Mai, statt. Regionspräsident Hauke Ja-gau eröffnet die Messe. Mit dabei ist in diesem Jahr ein zehnköpfiges Schüler-Team aus der Wedemark, das seine Erfindung, den intelligenten Blumentopf, vorstellt: Celine Pleuß aus Elze, Jakob Marten aus Gailhof, Henrik Kranich, Luca Haubold und Moritz Alms aus Mellendorf, Niklas Deneke aus Scherenbostel, Alina Euskirchen und Jonathan Sacht aus Brelingen und Laura Bou Vinals und David Messow aus Bissendorf. Die Schüler sind zwischen 16 und 19 Jahre alt. David Messow, der jüngste der Gruppe, besucht die zehnte Klasse des Gymnasiums Mellendorf, die meisten der anderen Schüler haben gerade ihre Abiturklausuren an der Schule hinter sich gebracht und können sich jetzt ganz auf ihre Gemeinschaftserfindung konzentrieren. „Mit einer Facharbeit über automatisiertes Fahren von Niklas, Jakob und mir im Februar letzten Jahres fing alles an“, erzählt Henrik Kranich. Die Schüler entwickelten eine elektronische Schaltung, forschten weiter, besuchten die
CEBIT und hatten „Blut geleckt“: Weitere Gymnasiasten schlossen sich an und die Schülergruppe entwickelte ein Projekt für „Jugend forscht“, das „Intelligent Gardening“. „Wir Mädels übernahmen den biologischen Teil, die Jungs waren sozusagen für die chemischen, physikalischen und mathematischen Komponenten zuständig“, berichtet Celine Pleuß. Der Grundplan stand schnell: Ein Blumentopf, dessen Daten zu Bodenfeuchte und Tankfüllstand von selbst entwickelten und gebauten Sensoren erfasst und gespeichert und per App an das Smartphone des Blumentopfbesitzers weitergeleitet werden. „Die Bodenfeuchte ermitteln wir, indem wir Strom durch die Erde schicken, den Wasserstand über einen Kondensator“, erläutert Jakob Marten. Das Steuermodul, das die Daten auswertet, ist wie ein kleiner Computer. Der Bodensensor zieht sich aus dem Tank so viel Wasser, wie er benötigt und alarmiert „seinen Menschen“ erst, wenn dieser den Tank nachfüllen muss, weil ein Mindestwert unterschritten ist. Der kann aber natürlich per App jederzeit die Daten kontrollieren. Mit ihrem Projekt „Intelligent Gardening“ haben die Wedemärker Gymnasiasten im Februar beim Regionalwettbewerb von Jugend forscht bereits den dritten Platz gemacht und ihre Erfindung seitdem noch verfeinert. Viele Stunden haben sie dafür gemeinsam verbracht und ein tolles Teamwork auf die Beine gestellt. „Es sind Freundschaften entstanden“, freuen sich Celine, Jakob und Henrik. Sie haben die Weichen für ihre Zukunft bereits gestellt: Celine macht erst eine pharmazeutische Ausbildung und will dann Pharmazie studieren, Henrik fängt ein duales Studium bei Conti als Wirtschaftsingenieur an und Jakob will technische Informatik studieren. Zuerst einmal sind sie und ihre Freunde jedoch sehr gespannt auf die Makers Faire.