Intensives Verkehrsunfalltraining

Bei simulierten Unfallsituationen mussten die Feuerwehrleute ihr Können zeigen.
 
Die Feuerwehrleute mussten ihr Können bei simulierten Situationen zeigen.

Bissendorfer Feuerwehr simuliert Unfallsituationen, praxisnahe Unfallrettung

Bissendorf. Der letzte Sonnabend im April stand bei der Stützpunktfeuerwehr Bissendorf/Scherenbostel im Fokus der Verkehrsunfallrettung. Dabei mussten eingeklemmte Unfallopfer aus ihren zerstörten Personenkraftwagen befreit werden. Wochenlange Vorbereitung und intensive Planung waren der Standort- Ausbildungsveranstaltung vorausgegangen.
Bereits zum zwölten Mal fand die Intensivausbildung der Bissendorfer Einsatzkräfte zum Thema Verkehrsunfallrettung im Feuerwehrhaus Bissendorf statt. Standortausbilder und Instruktor für technische Hilfeleistung Holger Bauer, konnte im Unterrichtsraum der Wehr 17 Einsatzkräfte zum einführenden Frühstück begrüßen.
Im Verlauf des Vormittags konnten sich die Teilnehmer ihre theoretischen Kenntnisse vertiefen und etwaige Fach- und Sonderfragen loswerden. Alles zum Thema Unfallrettung wurde fachlich nach besten Wissen und Gewissen beantwortet. Der besondere Fokus des Ausbildungstages war allerdings die praktische Ausbildung in der Unfallsituation.
Ziel des Workshops war, die örtlichen Einsatzkräfte bestmöglich auf eventuelle Einsatzfälle bei Verkehrsunfällen vorzubereiten. Nachdem Fachwörter wie Golden Hour of Shock, oder 6-Phasen-Modell und Rettungsmodus vermittelt wurden, konnten die intensiven Ausbildungseinheiten beginnen. Dazu wurden rund um Bissendorf mehrere Unfallsituationen simuliert, wobei immer Personen in ihren Personenkraftwagen eingeklemmt waren. Die Aufgabe der Einsatzkräfte in den jeweiligen Übungen bestand darin, die Patienten möglich schonend und zeitnah, mittels hydraulischen Rettungsgeräten, aus den deformierten Fahrzeugen zu befreien. Eine schweißtreibende und anstrengende Arbeit, welche strukturiert und nach genauen Vorgaben am Einsatzort durchzuführen sind, ohne dass die Unfallopfer weiteren körperlichen und seelischen Schaden nehmen.
Wurden in der ersten Übung am Vormittag noch einige Schwachpunkte am Übungsablauf analysiert, so konnten schon in der Folgeübung erste Verbesserungen in der Einsatzstellenorganisation und Menschenrettung sichtbar werden. Gerade die Neueinsteiger bekamen in den Übungssituationen einen guten Eindruck was es heißt, mit Schwerstverletzten und den damit verbundenen medizinischen Maßnahmen umgehen zu müssen.
Die Übungssituationen wurden dabei vorab, mittels Traktoren, vor Ort vorbereitet. Fahrzeuge wurden deformiert, diese an den Unfallstellen so aufgestellt, dass die Situation maximal realistisch wirkte. Die in den Fahrzeugen eingeklemmten Unfallopfer wurden teilweise durch eine befreundete Feuerwehr gestellt, dabei zwängten sich die echten Personen in die zerstörten Fahrzeuge. Dies selbst war schon eine Leistung für sich.
In einer speziellen Abschlussübung mussten die Teilnehmer am späten Nachmittag Ihr gelerntes Wissen und Können zeigen. Eine herausfordernde Unfallsituation mit mehreren Eingeklemmten in mehreren Fahrzeugen musste absolviert werden. Ausbilder und Teilnehmer waren mit den gezeigten Maßnahmen zufrieden und konnten im abschließenden Feedback eine positive Resonanz des Intensiv-Unfalltrainings ziehen.
Nach insgesamt acht Stunden Ausbildung, jeder Menge konstruktiver Verbesserungen bei der Unfallrettung und sehr vielen Eindrücken bei den Unfallszenarien waren sich alle eingesetzten Einsatzkräfte einig: Ein wertvoller Ausbildungsdienst, welcher allen Beteiligten weitere Rettungskompetenz brachte und auch inhaltlich Spass gemacht hat.
Ob Fachmann oder Laie: Wer mehr Informationen zum Intensivtraining erfahren möchte : Auf www.feuerwehrbissendorf.de sind diese und weiterführende Informationen zu finden.