Irischer Segenswunsch als Zugabe

Marlies Jaeschke eröffnet in der katholischen Kirche Mellendorf das Jubiläumskonzert zum 70. Geburtstag des Mellendorfer Singkreises. Foto: B. Stache

Mellendorfer Singkreis feiert seinen 70. Geburtstag in guter Gesellschaft

Mellendorf (st). Mit seinem Konzert am Sonnabend zum eigenen 70. Geburtstag hat sich der Mellendorfer Singkreis selbst das größte Geschenk gemacht – und seine Gäste ebenfalls beschenkt. Die katholische Kirche St. Maria Immaculata in Mellendorf war bis auf den letzten Platz besetzt, als die Sänger im Altarraum zu Beginn des Jubiläumskonzerts Aufstellung nahmen. Der Mellendorfer Singkreis mit seiner Dirigentin Diliana Michailov hatte sich zu dem besonderen Anlass verstärkt, kündigte die 1. Vorsitzende Marlies Jaeschke in ihrer Begrüßung an. „Wir begehen heute ein ganz besonderes Jubiläum. Dazu haben wir uns geschmückt mit grauen und schwarzen Pünktchen“, erklärte sie mit Hinweis auf einige Herren, die das Aufstellungsbild in der Mitte mit ihren schwarzen und grauen Sakkos bereicherten. „Das sind die Sangesbrüder aus der Chorgemeinschaft Männergesangverein Mellendorf und dem Männergesangverein Concordia Elze, die keinen Weg gescheut haben, um uns heute hier zu unterstützen“, erklärte Marlies Jaeschke. Begrüßen konnte sie auch den seit 2010 von Christiane Springer geleiteten Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde St. Georg aus Mellendorf. Der Spatzenchor St. Georg und der Brelinger Kinderchor St. Martini hatten ihren Auftritt unter Leitung von Maren Eikemeier im zweiten Konzertabschnitt. Mit dem feierlich vorgetragenen „Festmarsch“ von Georg Friedrich Händel eröffnete der Posaunenchor das Jubiläumskonzert. Der Chor ergänzte mit einem kraftvollen „Viva, musica mundi“ des deutschen Komponisten und Chorleiter Rolf Lukowsky den Auftakt zu einem bemerkenswerten Musikereignis. Es folgte „Die launige Forelle“, bei der berühmte Kompositionen, unter anderem von Beethoven, Mozart und Wagner, für den Chorgesang verarbeitete wurden. Die dazu passende Bläserbegleitung stammte von Diliana Michailov, die auch die Gesamtleitung des Konzerts innehatte. Der Jubiläums-Chor brachte anschließend John Newtons „Amazing Grace“ zu Gehör – sehr besinnlich und ruhig vorgetragen und von Jörg Eikemeier am Klavier begleitet. Mit dem fröhlich, schwungvollen „Halleluja, sing ein Lied“ ging es in die Pause. Passend zum Motto des im zweiten Konzertteil folgenden, aus vier Liedern bestehenden Blocks, darunter „Es geht die Lou lila“ von Robert Katscher, trugen die Sängerinnen lila Accessoires. Nach einem weiteren Beitrag des Posaunenchors erfreuten Spatzen- und Kinderchor die Konzertgäste mit ihrem fröhlichen Gesang. Den musikalischen Abschluss dieses unvergesslichen Jubiläumskonzertprogramms bildeten alle Chöre gemeinsam mit Klavierbegleitung und dem schönen Kanon „Singing all together“ von Thord Gummesson. Das von viel Applaus begleitete Konzert endete mit dem Irischen Segenswunsch „Möge die Straße uns zusammenführen“ als Zugabe.