Jahreshauptversammlung der FFW

Der neue Ortsbrandmeister Jens Senger (von links) beim Gruppenfoto mit Hans-Heinrich Biester, Hermann Plesse, Hermann Senger, Maik Plischke, Helge Zychlinski und Horst Holderith. Foto: B. Stache

Jens Senger nimmt die Wahl zum Ortsbrandmeister von Oegenbostel an

Oegenbostel (st). Der stellvertretende Ortsbrandmeister Hans-Heinrich Biester leitete die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Oegenbostel am Sonnabend in seiner Funktion als kommissarischer Ortsbrandmeister. Neben den Aktiven konnte er Bürgermeister Helge Zychlinski, Ortsbürgermeisterin Rosemarie Spindler, Gemeindebrandmeister Maik Plischke und Abschnittsleiter Horst Holderith im Feuerwehrgerätehaus begrüßen. In seinem Bericht des Ortsbrandmeisters nannte Biester unter anderem die aktuellen Mitgliedszahlen: 19 Aktive, 57 fördernde Mitglieder und drei Alterskameraden. Er ließ die Aktivitäten der FFW Oegenbostel noch einmal Revue passieren und erinnerte an die Einsätze vom 3. Januar mit Abstreuen einer Ölspur in Bennemühlen und am schneereichen 8. November, als umgekippte Bäume Straßen versperrten und von der Feuerwehr beseitigt werden mussten. Jugendwart Karsten Helms berichtete über die erfolgreiche Teilnahme der Jugendfeuerwehr an der Vorbereitung auf den Bundeswettbewerb in Duden-Rodenbostel. Gestartet als die „Nordwehren Berkhof, Duden-Rodenbostel, Oegenbostel“, erreichte das Team den dritten Platz unter den zwölf Teilnehmergruppen. Das vielfältige Ausbildungsprogramm der Jugendfeuerwehr Oegenbostel, der momentan zwei Mädchen und vier Jungen angehören, umfasste unter anderem die Beschäftigung mit der Feuerwehrdienstvorschrift 3, den Löschangriff, das praktische Funken sowie Atemschutz und Schutzbekleidung der Feuerwehr. Die Jugendlichen waren gemeinsam mit den Aktiven beim Anzünden des Osterfeuers in Duden-Rodenbostel und besetzten Streckenposten bei der Wedemark-Rallye. Die Begleitung der Laternenumzüge in Bennemühlen und Duden-Rodenbostel stand ebenso auf dem Dienstplan der Jugendfeuerwehr, wie Spieleabende. Bürgermeister Helge Zychlinski verkündete in seinem Grußwort, dass die Gemeinde in den kommenden Haushalt eine gute Million Euro für die Freiwillige Feuerwehr der Wedemark einstellen werde. „Es geht dabei um die Sicherheit in unserer Gemeinde“, machte er deutlich. Die Gemeinde lege großen Wert darauf, dass auch die kleinen Feuerwehren ihren Dienst leisten können, unterstrich Zychlinski. Er informierte über geplante Rahmenverträge mit zwei Fitness-Studios, um günstige Konditionen für Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr anbieten zu können. Nach dem Grußwort von Abschnittsleiter Horst Holderith sagte Gemeindebrandmeister Maik Plischke den 19 Aktiven der Ortsfeuerwehr Oegenbostel weiterhin Unterstützung zu und forderte alle zum Dialog auf. Er berichtete unter anderem über die Neuausstattung mit der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) für Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren. Die Kosten für einen PSA-Satz betragen zirka 1000 Euro. Ortsbürgermeisterin Rosemarie Spindler sprach ihre Hochachtung vor den Leistungen der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrangehörigen aus. Während der Versammlung wurde ein neuer Ortsbrandmeister gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Guido Plesse hatte sein Amt im Juni dieses Jahres niedergelegt. Gemeindebrandmeister Plischke leitete die Wahl, zu der als einziger Kandidat Jens Senger vorgeschlagen wurde. Von den zwölf Wahlberechtigten gaben elf ihre Stimme für Senger ab, es gab eine Enthaltung. „Ich nehme die Wahl an und hoffe, dass mich der Rat bestätigt“, erklärte der 46-jährige Jens Senger. Er ist verheiratet, hat eine neunzehnjährige Tochter, wohnt in Bestenbostel und arbeitet als Qualitätsprüfer in der Chemischen Industrie. „Ich bin seit dem 15. April 1986 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr“, erklärte er. „Das neue Amt bedeutet für mich eine Menge Verantwortung und erhöhte Einsatzbereitschaft.“ Er habe sich auch schon ein erstes Ziel gesteckt: mehr Werbung für das Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr, um weitere aktive Mitglieder zu gewinnen – auch für die Jugendfeuerwehr. Sein erster Wunsch nach der Wahl lautete: „Ich wünsche mir weiterhin gutes Gelingen mit meinen Kameraden, dass wir gut zusammenhalten und von den Einsätzen alle wieder heile nach Hause kommen.“ Am Abend gab es noch zwei Ehrungen – Herrmann Senger ist seit 60 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und Hermann Plesse 40 Jahre. Die Versammlung wählte Jens Senger einstimmig zum Feuerwehrmann des Jahres.