Jahrespressegespräch bei Sennheiser

Dr. Andreas Sennheiser (links) und Daniel Sennheiser sind als Geschäftsführende Gesellschafter mit ihrem Unternehmen weltweit unterwegs – Sennheiser ist in Wennebostel zuhause, dem „Nabel der Audiowelt“. Foto: B. Stache
 
Daniel Sennheiser (links) und sein Bruder Andreas stellen beim Jahrespressegespräch im Innovation Campus den High-End-Kopfhörer HE 1 vor, das Top-Modell aus dem Hause Sennheiser. Foto: B. Stache

Familienunternehmen ist weltweit unterwegs und in der Wedemark zuhause

Wennebostel (st). Zum Jahrespressegespräch hatten die Geschäftsführenden Gesellschafter der Sennheiser electronic GmbH und Co. KG Dr. Andreas und Daniel Sennheiser in das Mutterhaus des weltweit operierenden Familienunternehmens nach Wennebostel eingeladen. Der Audiospezialist aus der Wedemark ist in über 50 Ländern aktiv. Er zählt als einer der führenden Hersteller von Kopfhörern, Mikrofonen und drahtloser Übertragungstechnik mit eigenen Werken in Deutschland, Irland und den USA. Am Montagvormittag gaben die beiden Brüder im Innovation Campus einen umfassenden Einblick in das Geschäftsjahr 2015: Ein neuer Umsatzrekord von 682,2 Millionen Euro, kräftiges Wachstum in den Schlüsselregionen sowie zahlreiche neue Produkte kennzeichneten die positive Bilanz. „Wir haben letztes Jahr rund 7,5 Prozent zugelegt, fast 50 Millionen Umsatz mehr gemacht und haben ganz knapp an der 700 Millionen-Grenze gekratzt“, berichtete Andreas Sennheiser. 85 Prozent des Umsatzes wurde im Ausland gemacht. Deutschland sei noch immer ein wichtiger Markt mit zweistelligem Wachstum für das Unternehmen, aber nicht mehr der wichtigste. Beim Export spiele die Europäische Union eine große Rolle, aber auch Amerika und Asien. Weltweit beschäftigt das Unternehmen im Jahresdurchschnitt 2704 Mitarbeiter – eine Steigerung von vier Prozent und damit 104 mehr Mitarbeiter als 2015. Am Sennheiser-Standort Wennebostel sind davon 1243 im Einsatz, 62 Prozent Männer und 38 Prozent Frauen, von denen 26 Prozent Führungspositionen im Management wahrnehmen. Im Jahr 2015 konnten laut Dr. Andreas Sennheiser über 60 Mitarbeiter in Deutschland dazugewonnen werden. Die derzeit 76 Auszubildenden sind überwiegend im Stammhaus eingesetzt. Von den 354 in Forschung und Entwicklung eingesetzten Mitarbeitern arbeiten zirka 250 in der Wedemark. Wennebostel ist damit „der Nabel der Audiowelt, wo im Bereich Audio das Herz schlägt“, formulierte Daniel Sennheister. Beim Pressegespräch wurde auch ein neues Produkt vorgestellt, in dem zehn Jahre Entwicklungsarbeit stecken: der High-End-Kopfhörer HE 1 – das Topmodell aus dem Hause Sennheiser mit höchster Wiedergabepräzision, außergewöhnlicher Räumlichkeit und einem Frequenzbereich, der weit über das menschliche Hörvermögen hinausgeht. „Der beste Kopfhörer der Welt, das sagen unsere Kunden“, freute sich Andreas Sennheiser. Der 55-jährige Axel Grell aus Burgdorf ist derzeit in Wennebostel als Portfolio Manager zuständig für die audiophilen Produkte wie den HE 1. „Ich bin seit über 24 Jahren bei Sennheiser. Als ich hier 1991 als Entwicklungsingenieur anfing, wohnte ich noch in Bissendorf. Sennheiser ist seit meiner Studienzeit der Arbeitgeber meiner Wahl. Hier arbeiten ganz tolle Menschen an modernsten Produkten“, erklärte er. Die Wedemärker Firma verfolgt auch zukünftig das Ziel, als führendes Unternehmen die Audiowelt zu prägen. Dieser Anspruch spiegelt sich in der Vision „Shape the Future of Audio“ wider. Ein zentrales Element der Sennheiser-Forschungsaktivitäten ist die Weiterentwicklung von AMBEO, einem innovativen „3D-Immersive-Audio“-Technologie-Programm, das ein einzigartiges räumliches Klangerlebnis ermöglicht. Zum Abschluss des Jahrespressegesprächs stellte Dr. Andreas Sennheiser seinen Gästen die Produktpalette vor, mit der die Zukunft des Unternehmens gesichert sei, darunter Stereo-Mikrofone, Zweikanal-Kameraempfänger und die neuen kabellosen Kopfhörer. Sennheiser electronic feierte im vergangenen Jahr das 70-jährige Firmenjubiläum: „Dabei haben wir auf die nächsten 70 Jahre angestoßen“, erinnerte sich Andreas Sennheiser.