Jedes Buch dreieinhalbmal verliehen

Nicht alle, aber viele Teilnehmer der Julius-Club-Aktionen kamen vorgestern ins Bürgerhaus. Insgesamt beschäftigten sich in den letzten zwei Monaten 132 Jungen und Mädchen intensiver als sonst mit dem Lesen und Schreiben. Foto: S. Birkner

Aktionen des Julius-Clubs gehen fröhlich zu Ende – große Abschlussveranstaltung

Bissendorf (sb). Mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung sind vorgestern die Sommeraktionen des Julius-Clubs zu Ende gegangen. Das Programm, hinter dessen Abkürzung sich die Bezeichnung „Jugend liest und schreibt“ verbirgt, zählte bei seinen Aktionen insgesamt 500 Teilnehmer. „Wir können mit der Resonanz und den Rückmeldungen der Kinder mehr als zufrieden sein“, sagte Ursula Thammenhein, die als Betreuerin seitens der Wedemärker Gemeindebibliothek dabei war. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Martina Popan und Melanie Röver und Uwe Kinzel hatte sie die Durchführung zahlreicher Aktivitäten sichergestellt. So wurde in einem Zeitraum von genau zwei Monaten, vom 6. Juli bis zum 6. September, fleißig gebas-telt, gerätselt, gekocht und natürlich gelesen. Unter anderem waren zehn Clubtreffen im Angebot, bei denen vom Geo-Caching über Gruselparties bis hin zu einem Filmdreh vieles möglich war. Vorgestern blickte der Julius-Club auf die stattliche Zahl von 132 jungen Clubkarteninhabern zurück. Besonderen Leseeifer zeichnete Gemeindebürgermeister Tjark Bartels vorgestern im Bissendorfer Bügerhaus mit Lesediplomen aus. Kreativdiplome gab es für diejenigen, die sich einem Buch auf besondere Weise widmeten, so etwa künstlerisch. Auch für Rezensionen verteilte der Julius-Club Diplome und kleine Geschenke. „Unser Ziel, den Kindern das Lesen näherzubringen, haben wir damit voll und ganz erreicht“, meinte Popan am Rande der Veranstaltung. Die 206 Bücher, die eigens für die Julius-Aktionen angeschafft worden waren, sind im Aktionszeitraum 737-mal verliehen worden. „Ein Buch in dieser kurzen Zeit durchschnittlich fast viermal auszuleihen, ist enorm und völlig außergewöhnlich“, freute sie sich. Auch die Elf- bis 14-Jährigen gaben überwiegend positive Rückmeldungen: Sie freuten sich besonders über die gute Bücherauswahl. Der Julius-Club ist ein Projekt der VGH-Stiftung in Kooperation mit der Büchereizentrale Niedersachsen. Zwar fand er in diesem Jahr schon zum sechsten Mal statt, wurde in der Wedemark aber erstmals angeboten. Höhepunkt war das Filmprojekt „Julius-Club sucht den Superstar“ , das den Kindern mit Studenten aus Hannover die Szene anhand einer Buchverfilmung näherbrachte. Das kurzweilige Resultat wurde bei der Abschlussveranstaltung gezeigt und wird ab Oktober über den „Youtube-Channel“ des Julius-Clubs abrufbar sein.