Jogger, Harvester, Pilz- und Beerensammler

Otto Hemme führte die Interessierten durch den Forst Rundshorn.

Erlebnisse im Forst Rundshorn mit Gästeführer Otto Hemme

Elze. Eine unerwartet naturkundlich interessante und Erlebnisse im Forst Rundshorn geschichtsträchtige Führung per Fahrrad durch den Forst Rundshorn erlebte die Altersgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Mellendorf an diesem Tag mit dem Elzer Gästeführer Otto Hemme, auf den sie durch den Flyer der Gemeinde Wedemark „Gästeführungen“ aufmerksam wurden. Im Bereich des Forstamtes Fuhrberg, das für den Forst Rundshorn der Niedersächsischen Landesforsten zuständig und bereits seit 1679 urkundlich nachgewiesen ist, begann die Führung am Eingang zum Trimm-Dich-Pfad und führte zu einem Biotop mit Schlingnattern, wo viel über deren Art und Jagdverhalten zu erfahren war. Der Forst Rundshorn gilt schon seit Urzeiten als Grenzwald zu den Nachbargemeinden und etwa um Christi Geburt lebte hier wahrscheinlich ein kleiner Germanenstamm der Fosen als Unterstamm der Cherusker. Weiter ging es zur Sodeiche. Der Gerichtsplatz dort wurde bereits in einer Urkunde aus dem Jahre 1354 erwähnt. Auf dem Weg zur Douglasien-Schonung erfuhren die Feuerwehrkameraden viel über die Grundwasserschonende Waldbewirtschaftung und die Grundwasser-Neubildung, die für das Wasserwerk Elze/Berkhof von besonderer Bedeutung ist. Nun ging es weiter zum Bremer Weg, der parallel zur Autobahn von Meitze kommend in Richtung Jeversen verläuft. Der Bremer Weg ist eine alte Handelsstraße von Leipzig zur Hansestadt Bremen, aber auch nach Cloppenburg, Lingen, Hengelo bis ins niederländische Zwolle an der Nordsee. Im Süden kreuzt der Bremer Weg den früher ebenso bedeutenden Hessenweg bei Meitze. Diese Wege hatten schon früh für Elze und Meitze eine besondere wirtschaftliche Bedeutung als Marktplatz für die Wirte und Bauern. Nach weiteren Exkursionen und Erläuterungen durch den sehr ortskundigen Gästeführer Otto Hemme endete die 90-minütige Tour durch den Forst Rundshorn am Ausgangspunkt und die Teilnehmer waren überrascht, dass sie als langjährige bzw. gebürtige Wedemärker noch so viel Neues und Interessantes über ihre Heimat erfahren konnten.