Jugendhalle bald wieder in alter Funktion

Bürgermeister Helge Zychlinski (von links), Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier, ASB-Einrichtungsleiterin Jasmin Beckmann und Eike Erdmann, Leiter Stabsstelle Migration, am Eingang der Jugendhalle Wedemark. Foto: B. Stache

Einrichtung diente Geflüchteten ein Jahr lang als Gemeinschaftsunterkunft

Mellendorf (st). Ein Jahr lang diente die Jugendhalle Mellendorf geflüchteten Menschen als Gemeinschaftsunterkunft. In Spitzenzeiten waren dort bis zu 78 Personen untergebracht. Zum Ende dieses Jahres werden alle Bewohner die Einrichtung verlassen können. „Wir haben fast alle Familien in privatem Mietwohnraum in der Wedemark unterbringen können“, gab Bürgermeister Helge Zychlinski am Mittwochvormittag bei einem Pressegespräch bekannt. Zwei Familien seien dankenswerterweise von der Stadt Langenhagen übernommen worden. Somit sei die Gemeinde Wedemark in der Lage, die Türen der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge zum Jahresende zu schließen. Im Januar 2017 werde mit den erforderlichen Rückbaumaßnahmen begonnen, um die Jugendhalle bald wieder ihrer eigentlichen Verwendung zuzuführen – als Jugendtreff in Mellendorf. Noch im ersten Quartal 2017 könne dort die Jugendarbeit fortgesetzt werden, hieß es. Im Hallenbereich der Gemeinschaftsunterkunft waren Schlafkojen für die Flüchtlingsfamilien installiert worden. Trennwände aus preisgünstigen OSB–Platten sorgten für ein wenig Privatsphäre. Diese Version habe sich als zweckmäßig erwiesen, zumal auch der Auf- und Abbau schnell erfolgen kann. Teile des wiederverwertbaren Materials lagert die Gemeinde im Bauhof ein. Der Bürgermeister erinnerte an die ersten Tage der „Flüchtlingskrise“, die es durch die Kommune zu meistern galt. „Dass wir das hier in der Wedemark so phantastisch hinbekommen haben, hat etwas mit der Aufstellung bei uns im Hause zu tun. Das ist die Etablierung der Stabsstelle S5, in der wir alles, was das Thema Flüchtlingsarbeit anbelangt, zentral im Hause organisieren“, erläuterte der Bürgermeister. Er lobte in diesem Zusammenhang den Leiter dieser Stabsstelle, Eike Erdmann, und dessen Mitarbeiter. Erdmann, wird die Gemeinde zum Ende des Jahres verlassen, „weil er eine neue berufliche Herausforderung in einer etwas größeren Kommune antreten wird“, gab Helge Zychlinski bekannt. An dem Pressegespräch hatten auch die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier und ASB-Einrichtungsleiterin Jasmin Beckmann teilgenommen. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass der ASB (Arbeiter-Samariter-Bund) die Betreuung der Flüchtlingsunterkunft in der Jugendhalle übernommen hatte. „Das haben wir nicht bereut“, so Zychlinski, der sich auch für die kommenden Jahre eine gute Zusammenarbeit mit dem ASB wünscht. Der Bürgermeister dankte allen Ehrenamtlichen, die sich für die Flüchtlinge engagiert haben. „Der Zusammenhalt unter den Ehrenamtlichen war super“, brachte er es auf den Punkt.