Jugendhalle gehört wieder der Jugend

Ellen Bruns wird ab 1. August neue Gemeindejugendpflegerin

Mellendorf (awi). Eineinhalb Jahre ist es her, dass die Gemeindeverwaltung den Wedemärker Jugendlichen die Jugendhalle entziehen musste, um sie zur Sammelunterkunft für Flüchtlinge umzufunktionieren. Am Montagnachmittag hat Bürgermeister Helge Zychlinski die Halle offiziell an die Jugend in der Wedemark zurückgegeben. Ab sofort wird in der renovierten Halle wieder von Montag bis Freitag täglich von 16 bis 20 Uhr offene Jugendarbeit stattfinden.
Federführend in der Jugendhalle ist nach wie vor Ellen Bruns. Sie hatte die Jugendarbeit in der Halle aufgebaut und war auch Ansprechpartnerin im Provisorium in der Berthold-Otto-Schule. Es sei eine gute Zwischenlösung gewesen, bestätigte Ellen Bruns. Jugendpflege und Jugendliche hätten sich dort wohl gefühlt, freuten sich jetzt jedoch, „ihre“ Jugendhalle zurück erobern zu können. Beim Einräumen des Mobiliars haben die Jugendlichen kräftig geholfen. Die Cafeteria sieht mit ihrem frischen grünen Anstrich, ein paar Blumen und den vertrauten Möbeln inklusive Kicker schon wieder ganz gemütlich aus. Auch die Sporthalle ist schon wieder nutzbar, lediglich im Erdgeschoss des Anbaus wird noch umgebaut und im Medienraum fehlen noch die Computer. Der Seniorenbeirat wird dort nicht wieder seine Computerkurse abhalten, dieses Angebot hat mittlerweile ein neues Zuhause in der vhs-Geschäftsstelle in Bissendorf gefunden und wird später möglicherweise mit ins Mehrgenerationenhaus ziehen, das in der Berthold-Otto-Schule entstehen wird, wenn die Schule einmal komplett ausgelaufen sein wird.
Bürgermeister Helge Zychlinski begrüßte die Gäste aus Politik und Verwaltung und natürlich auch einige Jugendlichen nicht nur zur Wiedereröffnung der Jugendhalle. Er nutzte die Gelegenheit auch, ihnen Ellen Bruns offiziell als neue Gemeindejugendpflegerin vorzustellen, die ab 1. August die Nachfolge von Torbjörn Johansen antreten wird. Johansen, der in der Wedemärker Verwaltung so etwas wie eine Institution ist, geht dann nämlich in den Ruhestand, nach mehr als 30 Jahren im Amt. Er freue sich sehr, so Zychlinski, die Stelle mit Ellen Bruns besetzen zu können. Keine sei so geeignet dafür wie sie und werde soviel Herzblut in die Arbeit einbringen.
Zunächst aber soll Ellen Bruns die Jugendlichen wieder mit der Jugendhalle vertraut machen und die offene Jugendarbeit hier neu etablieren. „Wir haben Sommer, wir können das schöne Außengelände nutzen, da geht das bestimmt schnell“, zeigte sich Ellen Bruns zuversichtlich, dass in und um die Halle bald wieder Leben herrschen wird.