Jugendhalle ist jetzt Sammelunterkunft

Rats- und Ortsratsmitglieder besichtigten am Freitag zusammen mit dem ausgewählten Betreiber ASB die Jugendhalle, in der seit gestern Flüchtlinge untergebracht sind.

Drei Flüchtlingsfamilien sind gestern eingezogen – ASB als Betreiber ausgewählt

Mellendorf (awi). Einmal noch öffnete die Gemeindeverwaltung am Freitagnachmittag die Jugendhalle in Mellendorf für eine Besichtigung für Rats- und Ortsratsmitglieder sowie Polizei und Presse. Die Politiker konnten sich ein Bild von den Umbauten machen und Fragen zur Praxis stellen. Der von der Gemeinde Wedemark ausgewählte Betreiber ASB (Arbeitersamariterbund) stand mit Sven Rust als Fachdienstleitung Soziale Dienste als Ansprechpartner zur Verfügung. Seit gestern sind die ersten drei Flüchtlingsfamilien eingezogen. Weitere werden folgen, bis die Halle mit rund 70 Personen belegt ist, erklärte Eike Erdmann, Stabsstelle Flüchtlinge in der Gemeinde. Der ASB kümmert sich um den Betrieb in der Halle, um Hausmeisterdienste, Sicherheitsdienst und Verpflegung. In allen vom Arbeiter-Samariter-Bund betriebenen Flüchtlingseinrichtungen in der Region arbeitet der ASB mit dem Caterer „Vom Feinsten“ zusammen, hinter dem sich Höpershof in Scherenbostel verbirgt, der nicht nur das Restaurant, sondern auch Kantinenessen in größeren Mengen ausliefert. Die Flüchtlinge bekommen drei Mahlzeiten am Tag, die in der Küche ausgegeben und in der ehemaligen Cafeteria der Jugendhalle eingenommen werden. Selbst dürfen sie sich nichts zubereiten. Die Cafeteria dient als Aufenthaltsraum rund um die Uhr. Rund um die Uhr wird auch ein Sicherheitsdienst anwesend sein. Die Kernarbeitszeit für die Sozialarbeiter des ASB ist von 8 bis 16.30 Uhr. „Möglicherweise auch bis 21 Uhr“, erklärte ASB-Fachdienstleiter Sven Rust am Freitag. „Wir werden uns natürlich auch darum bemühen, dass die Menschen beschäftigt werden und die Zeit, in der sie bei uns sind, sinnvoll nutzen können“ sagt Unterkunftsleiterin Jasmin Beckmann. Dafür sucht der ASB noch ehrenamtliche Helfer, die sich bei der Essensausgabe, bei der Integration oder auch bei Deutschunterricht einbringen möchten. „Jeder ist gerne gesehen und kann sich bei mir vor Ort melden“, sagt Jasmin Beckmann.