Jugendliche besuchen Partnerstadt

Die französischen und deutschen Jugendlichen verstanden sich trotz der Sprachbarriere prima und verbrachten vergnügliche fünf Tage miteinander. Foto: T. Holland

Sieben Jugendliche aus der Wedemark zu Besuch in Roye

Roye (th). „Wir werden die Freundschaft stärken, wie auch unser Präsident und eure Kanzlerin sagten“ – Mit diesen Worten beschrieb die Präsidentin des Partnerschaftskomitees der Stadt Roye die Intention des Jugendaustausches zwischen der Wedemark und Roye sehr treffend. Im jährlichen Wechsel besucht eine Delegation deutscher oder französischer Jugendlicher jeweils die andere. Seit nunmehr sieben Jahren wird so die freundschaftliche Beziehung, die die Gemeinde Wedemark mit der Stadt Roye verbindet, auch auf der Ebene der Jugend erhalten und vertieft. In diesem Jahr waren nun wieder die Wedemärker an der Reihe, in den gemeindeeigenen Bus zu steigen und die lange Fahrt nach Frankreich auf sich zu nehmen. Sieben Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren und zwei Betreuer im Alter von 25 und 27 Jahren fanden sich am Montagmorgen auf dem Parkplatz des Rathauses ein und sagten der Wedemark für fünf Tage „au revoir“. „Wir wurden sehr freundlich empfangen von den Franzosen!“, berichtete Lara Brockmann, 16, die aufgrund ihrer guten Französisch-Kenntnisse des Öfteren als Dolmetscherin fungieren musste. Dementsprechend hoch war die Vorfreude unter den deutschen Jugendlichen auf die kommenden Tage, die in Anbetracht des abwechslungsreichen Programmes mehr als berechtigt war. Doch genauso abwechslungsreich wie das Programm zeigte sich auch das französische Wetter und so fand der erste Ausflug in die nahegelegene Großstadt Amiens bei bewölktem Himmel statt. Rechtzeitig zum Besuch eines Sportparks am Nachmittag ließ sich die Sonne jedoch wieder blicken und bot den passenden Rahmen für eines der Highlights der Reise: Die jährlich stattfindenden Wasser-Wettkämpfe zwischen Roye und der Nachbarstadt Montdidier, die in diesem Jahr durch die zufällig anwesende deutsche Delegation verstärkt wurde. Doch auch die tatkräftige Unterstützung beim Tauziehen und anderen feucht-fröhlichen Spielen verhinderte nicht, dass die Mannschaft aus Roye den Rathausplatz am Ende als Sieger des freundschaftlichen Wettstreits verließ. Am Mittwoch ging es ebenso nass weiter, denn der tagesfüllende Besuch eines Vergnügungsparks wurde von Regen begleitet, sodass die zahlreichen Wildwasserbahnen nicht die einzige Ursache nasser Kleidung war. Dem Spaß tat dies jedoch keinen Abbruch, im Gegenteil: „Wenn man den Heidepark in der Nähe hat, bieten andere Achterbahnen natürlich kaum noch Neues, aber vor allem die Wasserbahnen haben richtig Spaß gemacht!“, strahlte Tobias Wübbeling klatschnass. Am Donnerstag schien die Sonne jedoch nachholen zu wollen, was sie die ersten zwei Tage versäumt hatte und so zeigte sich die Altstadt Amiens beim zweiten Besuch der Stadt in strahlendem Sonnenschein. Nachdem der Vormittag der Besichtigung der malerischen Altstadt und der imposanten Kathedrale vorbehalten war, stand am Nachmittag beim actiongeladenen Lasergame und dem anschließenden geselligen Bowling wieder der Spaß im Vordergrund. Beim abschließenden Grillen am Abend waren sich alle einig: Die vier Tage waren viel zu schnell vergangen und so genoss man noch einmal die herzliche Gastfreundschaft der Franzosen, die sich auch für den letzten Abend noch einmal etwas Besonderes hatten einfallen lassen: Bei zahlreichen einfallsreichen und amüsanten Spielen traten gemischte Teams aus Deutschen und Franzosen gegeneinander an und sorgten nicht nur bei den Zuschauern für viele Lacher, als es beispielsweise galt, möglichst viele Tischtennisbälle aus einer am Bauch befestigten Schachtel zu schütteln. In Anbetracht der schönen Tage war die Trauer über den Abschied natürlich groß, doch ebenso auch die Vorfreude auf nächstes Jahr, wenn die französischen Jugendlichen der Wedemark einen Besuch abstatten.