Jugendliche politisch motivieren

Geänderte Satzung für Jugendparlament

Bissendorf (ig). Die Wahlen zum Jugendparlament der Wedemark mussten in diesem Jahr aufgrund von Kandidatenmangel abgesagt werden. Eine Arbeitsgruppe hat sich aufgrund dessen mit einer Überarbeitung der Satzung beschäftigt. Hierdurch sollen wieder mehr Kandidaten für ein Engagement im Jugendparlament gewonnen werden. Christian Rudatus von der Gemeindeverwaltung stellte vergangenen Dienstag die Ergebnisse der Arbeitsgruppe im Ausschuss für Jugend, Senioren und Soziales vor. „Das Jugendparlament soll nicht ganz verschwinden“, so Rudatus, um mehr Kandidaten zu gewinnen, habe man die seit 2003 unveränderte Satzung überarbeitet. „Wir sind auf dem Weg“, so der Verwaltungsmitarbeiter, durch eine Verringerung der Mitgliederzahl auf sieben oder neun Jugendparlamentarier, drei Stimmen bei der Wahl des Parlaments statt ursprünglich acht und zusätzliche Sitze in mehreren Ausschüssen sollen das Parlament für die Jugendlichen wieder attraktiver machen.
Sven Sobanski (CDU), selbst ehemaliges Mitglied des ersten Jugendparlaments betonte, dass man den Jungendlichen nichts aufzwingen könne. „Wenn kein Interesse bei den Jugendlichen derzeit vorhanden ist, sollte man lieber warten.“ Man arbeite an einer Aktivierung des Jugendparlaments mit vielen unterschiedlichen Gruppen, betonte auch der Vorsitzende des Ausschusses, Heiner Peterburs (SPD), „aber wenn uns die Wahl jetzt nicht gelingt, brauchen wir eine Auszeit.“ Wenn sich die Jugendlichen jetzt nicht engagieren wollten sei dies die Konsequenz, „dann aber gerne zu einer anderen Zeit aber künstlich erzwingen kann man das nicht.“ Einen Beschluss über die Neufassung der Satzung traf der Ausschuss nicht, dies soll auf der kommenden Sitzung erfolgen. Bis dahin werden die Mitglieder in ihren Fraktionen über die neue Satzung für das Jungendparlament in der Wedemark beraten.