Jusos sammeln Unterschriften

Die Jusos sammelten Unterschriften für „gute Schulen".

Wedemärker unterstützen Volksbegehren für gute Schule

Wedemark. Erst am 21. September diesen Jahres wurde von der Landesregierung Niedersachsen die Zulässigkeit des Volksbegehrens für gute Schulen anerkannt, berichten die Wedemärker Jusos in einer Pressemitteilung. Die Unterschriftensammlung läuft aber bereits seit längerem auf Hochtouren. Auch in der Wedemark wurden durch die Jungsozialisten erneut Unterschriften gesammelt. Bereits Anfang des Jahres sammelten die Jusos Wedemark gemeinsam mit der SPD Bundestagsabgeordneten Caren Marks Unterschriften. Am Freitag war die Jugendorganisation der SPD vor Edeka in Wennebostel anzutreffen, wo sie erneut für das Volksbegehren warb. „Es ist ein Wettlauf mit der Zeit,“ so Niklas Mühleis, Vorsitzender der Jusos Wedemark. „Bis Anfang Mai sind in ganz Niedersachsen über 600.000 Unterschriften zu sammeln. Zwar wurde schon viel erreicht, dennoch liegt noch ein ganzes Stück Weg vor uns.“ Das Volksbegehren für gute Schulen geht auf eine unabhängige Initiative von Eltern, Pädagogen und Bildungswissenschaftlern zurück. Diese verfolgen drei Ziele: Die Regelschulzeit bis zum Abitur von Gymnasien und Gesamtschulen soll wieder von zwölf auf 13 Jahre angehoben werden. Weiterhin sollen die Hürden für die Neugründung von Gesamtschulen gesenkt werden, sodass in mehr Kommunen eine solche Neugründung möglich wird. Schließlich soll die volle Halbtagsschule für Grund- und Förderschulen erhalten bleiben. Die Initiative, auf die das Volksbegehren zurückgeht, ist zwar unabhängig, dennoch wird sie von zahlreichen Parteien, Verbänden und Gewerkschaften unterstützt, so auch vor Ort von den Sozialdemokraten und den Jungsozialisten. „Wir halten die Ziele des Volksbegehrens für sehr unterstützungswürdig, denn es werden reale Probleme, wie die vollkommen verfehlte Verkürzung der Schulzeit auf zwölf Jahre für Gymnasiasten und Gesamtschüler, angesprochen. Mit ziemlicher Sicherheit werden wir das Volksbegehren auch noch mit weiteren Aktionen unterstützen, denn eine solche Gelegenheit, auf die Schulpolitik Niedersachsens Einfluss nehmen zu können, kommt sobald nicht wieder,“ erklärte Mühleis das Engagement der Jungsozialisten für das Volksbegehren.