Kein Platz im Bus – Kinder bleiben stehen

Gestern morgen um kurz vor 8 Uhr an der Bushaltestelle Lindenstraße in Wennebostel: Ein Bus nach dem anderen kommt, kann maximal noch ein paar Schüler aufnehmen. Der Rest wartet auf den nächsten Bus. Foto: A. Wiese
 

Regiobus arbeitet mit Hochdruck an einer Lösung für Wennebosteler Schüler

Wennebostel (awi). Seit Schuljahresbeginn September 2010/2011 würden immer wieder Schüler an der Bushaltestelle „Wennebostel“ stehen gelassen. Die Busse führen zum Teil einfach vorbei ohne anzuhalten. Oder die Ein- und Ausgänge der Busse seien so voll, das keine Kinder mehr einsteigen könnten, schildern Eltern ein Problem beim Schülertransport, für das sich die Regiobus nach Angaben von Frank Thomas vom Bereich Verkehr ebenfalls seit September um Lösungen bemüht. Auch die Gemeinde ist involviert, wenn auch nicht primär zuständig, und hat der Regiobus jetzt noch einmal die aktuellen Schülerzahlen an die Hand gegeben, bestätigte gestern Fachbereichsleiter Jörg Clausing dem ECHO.
Diese Zahlen differierten für die betroffenen Linien um rund 100 Kinder, erklärte Frank Thomas gestern im Gespräch mit dem ECHO. Er habe diese Zahlen jetzt intern weitergeleitet und parallel Zählungen auf Linien in Burgwedel veranlasst, die nicht mehr so ausgelastet seien wie früher. Wenn sich dies bestätige, könne ein großer Bus aus Burgwedel gegen einen kleinerern auf einer der Linien, die auch Wennebostel als letzten Halt vor dem Schulzentrum passieren, ausgetauscht werden. Insgesamt bedienen laut Fahrplan zwischen 7.50 Uhr und 8.05 Uhr morgens sechs Busse die Haltestelle an der Lindenstraße. Dennoch ist es in diesem Winter immer wieder passiert, dass Kinder keinen Platz in einem der Busse bekommen haben. Diese Kinder würden dann von ihren Eltern zur Schule gefahren oder warteten auf den nächsten Bus, der laut Fahrplan erst zur zweiten Unterrichtsstunde um 8.26 Uhr fahre, berichtete Heike Lohe aus Wennebostel dem ECHO. Die Schüler versäumten dadurch den Unterricht. Nachdem sie mehrfach ihre Tochter und auch andere Kinder zur Schule gefahren hatte, nahm die Mutter Kontakt zur Regiobus und zur Gemeinde auf. Frank Thomas von der Regiobus erklärte, dass durch zwei erfolgreiche Maßnahmen
bereits 100 zusätzlich Plätze auf den betroffenen Linien geschaffen werden konnten. Er bestätigte auch, dass es in Wennebostel nicht wie in anderen Dörfern sei, wo die Schüler erst zum letzten Bus kämen oder zwar an der Haltestelle stünden, aber mit den ersten Bussen nicht mitführen, weil sie auf Freunde warteten. „Die meisten Schüler sind pünktlich um 7.50 an der Bushaltestelle und quetschen sich wenn möglich in die Busse hinein“, ist auch die Beobachtung von Mutter Heike Laue. Die Gänge der Busse seien oft leer, aber die Busfahrer sorgten nicht dafür oder erreichten bei den Schülern nicht, dass diese durchgingen beziehungsweise zusammenrückten. „Wir haben starke Jahrgänge und der frühe Wintereinbruch sowie die anhaltenden schlechten Witterungsbedingungen haben dazu geführt, dass viele, die sonst noch mit dem Fahrrad fahren, auf den Bus umgestiegen sind“, erklärte auch Peter Quednau vom Fachbereich Schulen, der gestern morgen an der Haltestelle in Wennebostel war, um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen. Ergebnis: Alle Busse hielten, waren aber gut besetzt. Mit dem letzten der sechs Busse kamen gestern aber die letzten Kinder mit. „Die Fahrer haben noch mal eine schriftliche Dienstanweisung bekommen, auf jeden Fall anzuhalten und alle Türen zu öffnen“, erklärte Frank Thomas. Die Regiobus sei an der Lösung der Problematik ebenso interessiert wie die Gemeinde und die Eltern selbst, versicherte Thomas, der jetzt auf den größeren Bus setzt, den er einsetzen will.
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