Keine Steuermittel nötig

Auch in kleinen Orten wie Suderbruch ist der Breitbandausbau bei entsprechendem Engagement ohne öffentliche Zuschüsse möglich, freuen sich Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs und Giltens Bürgermeister Erich Lohse.

Schnelles Internet: Suderbruch soll ausgebaut werden

Suderbruch. Eigentlich sind die Voraussetzungen für schnelles Internet äußerst ungünstig: Suderbruch hat 314 Einwohner und ist damit einer der kleinsten Orte im Heidekreis. Die Siedlungsstruktur ist weitläufig, andere Orte sind kilometerweit entfernt. Und trotzdem: Demnächst soll Suderbruch bei entsprechendem Bürgerinteresse ausgebaut werden - ohne Kosten für die Einwohner und ohne Verwendung von Steuergeldern. Voraussetzung ist aber ein entsprechendes Bürgerinteresse und 70 Haushalte, die dem Unternehmen htp ihren Bedarf an schnellem Internet signalisieren. Dann erfolgt bereits 2016 der Ausbau mit VDSL und damit mit Bandbreiten bis zu 50 MBit/s. Dies ist deutlich mehr, als andere mit zentralistischer Planung und ungeheuren Millionensummen Steuergeldern planen. "Selbst unter diesen ungünstigen Rahmenbedingungen ist es möglich den Breitbandausbau ohne öffentliche Zuschüsse zu schaffen. Aber nur, wenn der Breitbandausbau - wie im Fall Suderbruch - als Aufgabe vor Ort wahrgenommen wird und man sich intensiv kümmert", erläutern Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs und der Giltener Bürgermeister Erich Lohse das Vorgehen. Bereits am jetzigen Montag, 6. Juli, soll es um 20 Uhr im Schützenhaus Suderbruch eine erste öffentliche Bürgerversammlung geben, bei der das Vorhaben vorgestellt wird.