Kinderfigur in alle Richtungen drehbar

Künstler Frank Fuhrmann hat die in alle Himmelsrichtungen drehbare Kinderfigur inmitten der Schautafeln enthüllt und lässt sie nach Norden, Süden, Osten und Westen blicken. Foto: A. Wiese

Kinderrechte-Kunstwerk am Schützenhaus in Scherenbostel eingeweiht

Scherenbostel (awi). Mit dem von Künstler Frank Fuhrmann und der Klasse 7a der Konrad-Adenauer-Schule geschaffenen Kunstwerk vor dem Schützenhaus in Scherenbostel ist am Montagvormittag das neunte der Serie „Kinderrechte x 16“ offiziell enthüllt worden. Es besteht aus vier großen massiven Stellwänden, auf denen die vier Kinderrechte „Recht auf elterliche Fürsorge, auf Fürsorge bei Behinderung, auf Schutz im Krieg und auf Gesundheit“ künstlerisch dargestellt sind. In der Mitte befindet sich eine stilisierte Kinderfiguar, die in alle Himmelsrichtungen drehbar ist und auf deren Fuß die Worte stehen „beschütze mich“. Elke Schulz-Kessemeier, die Lehrerin der Klasse 7a der Konrad-Adenauer-Schule, und Künstler Frank Fuhrmann erläuterte den Gästen der Einweihung das Kunstwerk, nachdem Jugendkunstschulleiter Bernd Tschirch die
Gäste begrüßt hatte, darunter die Landtagsabgeordnete Editha Lorberg, Ortsbürgermeister Gerd Dolle, Schulleiter Wilfried Osing, Mitglieder des Arbeitskreises Kinderrechte und die stellvertretende Gemeindebürgermeisterin Rebecca Schamber. Diese bedankte sich in ihrem Grußwort für die Finanzierung des Kunstwerks durch Volksbank, Unicef und Kirchengemeinden und sagte, die „Kinderrechte x 16“ erinnerten die Erwachsenen an ihre Verantwortung dafür zu sorgen, dass die Kinderrechte auch gewährleistet seien. Ortsbürgermeister Gerd Dolle bedankte sich ebenfalls: bei der Familie Rodenbostel als Grundstückseigentümer und dem Schützenverein als Pächter der Fläche rund um das Schützenhaus. Dann stellten Künstler Frank Fuhrmann und Lehrerin Elke Schulz-Kessemeier das Kunstwerk vor. „Gut Ding will Weile haben“, meinte Schulz-Kessemeier. 15 Monate sei es her, dass man sich zum ersten Mal zur Standortsuche getroffen habe. Dann habe es zwei Projektwochen für die damaligen Sechstklässler gegeben. In der ers-ten hätten sie sich mit den zehn Kinderrechten auseinandergesetzt, die vor 23,5 Jahren beschlossen worden seien – zunächst theoretisch, dann praktisch im Rollenspiel. Frank Fuhrmann, der viel in der Welt herumgekommen sei, habe dazu anschauliche Berichte beigesteuert. Dann hätten die Schüler vier Kinderrechte ausgesucht, die sie darstellen wollen, einen Rundgang durch die Straße der Kinderrechte in Mellendorf unternommen und dann mit dem Zeichnen und Malen begonnen. Erst sei alles auf Papier und Pappe entstanden, dann auf die massiven Stellwände übertragen worden. Das in alle Himmelsrichtungen drehbare Kind blicke quasi auf alle Erdteile der Welt. Frank Fuhrmann bedankte sich auch bei der Firma Wernicke. Sie habe ihm geholfen, die 60 bis 80 Kilogramm schweren Stellwände 70 Zentimeter tief in die Erde zu versenken und fest zu verankern. Schließlich habe die Firma auch noch Kies unter und rundum das Kunstwerk verlegt, um einen einheitlichen Untergrund zu schaffen. Im September sollen die gesamen „Kinderrechte x 16“ eröffnet werden.