Klassentreffen mit Dorfrundgang

Otto Hemme unterhielt die ehemaligen Elzer Schüler mit bunten Geschichten aus dem Dorf.

Elzer Einschulungsjahrgang 1977 taf sich mit Otto Hemme

Elze. Der Elzer Einschulungsjahrgang 1977 traf sich kürzlich im Gasthaus Goltermann. Von 65 ehemaligen Schülern kamen 20 zum Klassentreffen, um alte Erinnerungen auszutauschen. Nach dem Mittagessen war ein Dorfrundgang mit dem Elzer Gästeführer Otto Hemme unter dem Motto " Bauern, Mörder und illustre Adelige" geplant. Am Platz vor der Feuerwehr ging es los: Hemme hielt einen alten Ortsplan von 1771 in den Händen und fragte die Gäste, ob sie wüssten, auf welchem historischen Grund und Boden sie stehen würden. An dieser Stelle war früher der mit einer Mauer eingefriedete Gutspark. Die Wasserwerkstraße endete damals hier am Tor des Parkes vor dem Gutshof. Beim Gang durch das alte Ortszentrum machte der Gästeführer immer wieder deutlich, wie sich das Dorf durch den Abriss alter Höfe und das Fällen alter Eichen stark verändert hat.
So erläutertete er, wie zum Beispiel neu erbaute Einfamilienhäuser auf einem ehemaligen Bauernhof den Charakter eines alten Bauerndorfes grundlegend verändern. Die Gruppe konnte aber auch einige positive Beispiele besichtigen. Alte Höfe wurden restauriert. Es entstanden wunderschöne alte Bauernhäuser mit zauberhaften Gärten. In einigen Fällen wurden die Gebäude nicht abgerissen, sondern zu Mietwohnungen umgebaut. Dabei konnte auch der alte Baumbestand erhalten bleiben. Ein Schauer lief den Gästen über den Rücken, als Hemme von einem Toten berichtete, der 1599 auf der Straße vor dem ältesten Gasthaus "Kreugers Hof" gefunden wurde. Der Fall wurde 1608 zum zweiten Mal aufgerollt. Wegen großer Gedächtnislücken der Angeklagten konnte der Fall aber auch dieses Mal nicht aufgeklärt werden. Auf dem Gutshofgelände, dass heute der Kirche gehört, besichtigte die Gruppe das im Rainessancestil erbaute restaurierte Pfarrhaus von 1570 und die von Cramm 1885 gebaute Scheune, deren Dach, mit großer Spendenbereitschaft der Elzer Bürger, gerade erneuert wird. Die Geschichte über den bekanntesten Besitzer des Gutes "Stechinelli" rundete den Spaziergang ab. Die Gruppe war sich einig, dass sie viel über Elze dazugelernt und vieles so bis heute noch nicht gesehen hätten. Beim anschließenden Kaffeetrinken mit der damaligen Klassenlehrerin Frau Röder (früher Dubral), schwelgten die ehemaligen Elzer Schüler dann wieder in alten Erinnerungen.