Klassentreffen nach 20 Jahren

Von 67 Abiturienten im Jahr 1997 hatten sich 48 zum Jahrgangstreffen im Beans Country in Bennemühlen angemeldet, zum Gruppenfoto am Abend waren aber noch nicht alle eingetroffen. Foto: A. Wiese

Abi-Jahrgang von 1997 hat mittlerweile einen Fernsehstar in seinen Reihen

Wedemark (awi). Man darf sich gar nicht erst aus den Augen verlieren, lautet die Devise von Lars Becker. Der Berliner gehört zu den Organisatoren des Jahrgangstreffens des Abiturjahrgangs 1997 des Gymnasiums Mellendorf. Und so hatte er bereits nach fünf Jahren, ein zweites Mal nach zehn Jahren und jetzt nach 20 Jahren alle zusammengetrommelt, derer er noch irgendwie habhaft werden konnte. 67 Abiturienten waren es vor zwei Jahrzehnten, immerhin 48 hatten sich jetzt zum Jahrgangstreffen im
Beans Country in Bennemühlen angemeldet. Einer, Tobias Krause, lebt mittlerweile in Amerika und bat um Verständnis, den weiten Weg für das Treffen nicht extra auf sich nehmen zu können. Aber rund ein Drittel der ehemaligen Abiturienten lebt immerhin noch oder wieder in der Wedemark – was ein Zeichen dafür sei, dass es mit der Wohlfühlgemeinde etwas auf sich haben müsse, waren sich die Teilnehmer des Treffens einig. Für sie ist es natürlich vor allem interessant, was aus ihren ehemaligen Mitschülern geworden ist, welchen Weg sie eingeschlagen haben, erklärt Lars Becker, der selbst im Vertrieb in der IT-Branche in Berlin tätig ist. Am berühmtesten von allen ist ohne Zweifel Jelena Mitschke. Sie hat eine Ausbildung zur Schauspielerin absolviert und ist zum Serienstar bei den „Roten Rosen“, der Kultserie, die in Lüneburg spielt, avanciert. Sie spielt dort Dr. Britta Berger und konnte leider aus genau diesen Grund nicht an dem Treffen teilnehmen, weil sie an einem Fan-Tag erwartet wurde. Die weiteste Anreise hatte – so ergab eine schnelle Umfrage – dieses Mal Martin Oktai aus Lörrach gehabt. Auf jeden Fall hatten sich die ehemaligen Gymnasiasten viel zu erzählen. Im Beans saßen sie bis etwa 3 Uhr zusammen. Und danach haben noch rund 10 bis 15 Leute bis morgens um 5 Uhr bei einem Jahrgangsmitglied in Elze gefeiert, war zu hören. Dass sich alle schon sehr auf
nächste Wiedersehen in fünf Jahren freuen, versteht sich ja von selbst. Schließlich haben sie dann ihr erstes richtiges „Jubiläum“ zu feiern. Und vielleicht kommt ja dann sogar der „Auswanderer“ aus Amerika.