Klassentreffen nach 50 Jahren

Die ehemaligen Mellendorfer Volksschüler beim fünfzigjährigen Klassentreffen mit ihrer damaligen Lehrerin Victoria Worzyk (vierte von links). Foto: B. Stache

Ehemalige Volksschullehrerin Victoria Worzyk ist wieder mit dabei

Mellendorf (st). Es gab viel zu erzählen beim Klassentreffen der ehemaligen Mellendorfer Volksschüler. Vor 50 Jahren wurden sie nach der neunten Klasse aus der damaligen Mellendorfer Volksschule Am langen Felde entlassen. In dem Schulgebäude war später die Konrad-Adenauer-Schule (Hauptschule) untergebracht, heute ist es Teil der IGS Wedemark. „Wir waren 31 Schüler, die am 17. März 1966 aus der Volksschule entlassen wurden“, erzählte Renate Mahlfeld, geborene Engelke, am Sonnabend beim Jubiläums-Klassentreffen im Mellendorfer Restaurant Artemis. „Ich erinnere mich gerne an die gute Gemeinschaft, die noch heute zwischen einigen von uns besteht.“ Die beiden Klassenfahrten nach Helmstedt und auf die Halbinsel Priwall bei Travemünde hat sie auch noch in bester Erinnerung. „Unser erstes Klassentreffen hatten wir nach 20 Jahren auch hier im Artemis. Danach haben wir uns alle zehn Jahre wieder getroffen.“ Zweidrittel der damaligen Volksschulabgänger wohnen noch in der Wedemark. An der diesjährigen Begegnung haben 20 Ehemalige teilgenommen, darunter Bruno Wojke, der die weiteste Anreise hatte – der frühere Mellendorfer lebt heute in Kiel. „Nach der Schulentlassung bin ich schnurstracks mit meiner Trompete unterm Arm nach Hannover zur staatlichen Hochschule für Musik und Theater gegangen und habe dort die Aufnahmeprüfung bestanden, wurde immatrikuliert und habe Musik studiert“, berichtete er. Von 1969 bis 1976 war Bruno Wojke als Musiker beim Polizeimusikkorps Hannover tätig, bevor es ihn nach Kiel zog. 1981 wurde er zum Stellvertreter des dortigen Polizeimusikkorps, das er 2002 als Leiter für acht Jahre bis zu seiner Pensionierung übernahm. Zum Klassentreffen im griechischen Spezialitätenrestaurant Artemis hatte sich auch die damalige Volksschullehrerin Victoria Worzyk, geborene Herb, eingefunden. „Ich kam 1959 von der Hochschule Braunschweig und habe zuerst in Kirchhorst als Lehrerin angefangen. Da hatte ich vier Klassen mit 53 Kindern in einem Klassenzimmer.“ Es folgte zum 1. November des Jahres der Wechsel nach Mellendorf, wo sie an der früheren Volksschule am Friedhof die dritten und vierten Klassen unterrichtete.