Konzept für Krippe in Brelingen vorgestellt

Evelyn Kaiser (r.) und Dagmar Geerken vom Verein Lüttenbaach stellten auf der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren und Soziales das Konzept für die geplante Krippe in Brelingen vor. Foto: L. Irrgang

Lüttenbaach e.V. stellte Konzept im Ausschuss für Jugend, Senioren und Soziales vor

Bissendorf (ig). Die in Brelingen geplante Krippe soll nach Vorstellung der Gemeindeverwaltung vom Verein Lüttenbaach e.V. betrieben werden. Für die Krippe hatte die Gemeinde ein Haus in der Straße Abbauernring angemietet, dieses jedoch ohne irgendeine Form der Absprache oder Koordination mit dem Ortsrat, was in der Vergangenheit zu großen Unstimmigkeiten und Verärgerungen gesorgt hatte (das ECHO berichtete). Fachbereichsleiter Jörg Clausing entschuldigte sich persönlich für das damalige Verwaltungshandeln. Dies vor allem auch bei Ortsbürgermeisterin Christiana Böttcher, die zusammen mit weiteren Vertretern des Brelinger Ortsrates zu der Ausschusssitzung erschienen war. „Dafür entschuldige ich mich bei den Mitgliedern des Ortsrates, in Zukunft wird so etwas nicht wieder vorkommen“, so Clausing. Mit dem Angebot der Krippe in Brelingen möchte man die Angebotsvielfalt an Krippenplätzen weiter ausbauen, führte Clausing aus, „nämlich nun auch mit einer Halbtagskrippe. Die Vorsitzende des Vereins Lüttenbaach, Evelyne Kaiser stellte zusammen mit Dagmar Geerken das Konzept für die Krippe vor. An fünf Tagen der Woche soll die Krippe von 8-13 Uhr geöffnet haben, zwölf Kinder im Alter zwischen 1,5 und drei Jahren sollen in der Krippe aufgenommen werden. Lüttenbaach e. V. betreibt derzeit einen Spielkreis in Brelingen, „und als die Idee für eine Krippe kam, hatten wir uns sofort vorgestellt, dass man aus dem Spielkreiskonzept auch etwas für die Krippe machen kann.“ Ein insgesamt vierköpfiges Team werde sich um die Belange der Kinder kümmern, so Kaiser, „wir sind sehr offen für die Wünsche und Anregungen der Kinder, denn die stehen bei uns im Vordergrund.“ Der 2005 gegründete Verein hat sich aus Mutter-Kindgruppen entwickelt, für die Leitung der Krippe soll Dagmar Geerken zuständig sein. Das Berliner Modell finde bei Lüttenbaach Anwendung, „und somit der sanfte Umgang mit den Kindern“, so Kaiser. Dies schließe jedoch nicht aus, „dass die Kinder zu Selbstständigkeit erzogen werden“, betonte Geerken, denn auch dies wolle der Verein mit seinem Konzept erreichen. Der Mietvertrag für das Gebäude laufe bereits seit dem 01.05., der Betrieb der Krippe solle zum 01.10. aufgenommen werden, teilte Clausing mit. Die Kosten für die gesamten Umbauarbeiten würden sich auf rund 64.000 Euro belaufen, so der Fachbereichsleiter, „einen Grossteil von rund 57.000 Euro würden wir aber im kommenden Jahr vom Land zurückbekommen.“ Unverständnis zeigten die anwesenden Mitglieder des Brelinger Ortsrates dennoch für die Planungen der Gemeinde. „Vor nicht ganz zwei Jahren sprach sich der Ortsrat für einen Kindergartenneubau mit Krippe aus“, so Marcus Thies (CDU), die Kosten für einen Neubau eines Kindergartens, der nun aufwendig renoviert werde seien verbunden mit einem Krippenraum damals als zu hoch eingestuft worden. „Und nun fließen 64.000 Euro neben den Renovierungskosten für den Kindergarten in ein privates Gebäude für die Krippe, da fehlt uns jedes Verständnis“, so Thies, „so geht man nicht mit öffentlichen Geldern um, dieses Geld hätte man in ein gemeindeeigenes Gebäude für eine Krippe investieren sollen.“ Enttäuscht sei man vor allem darüber, „wie hier von Seiten der Verwaltung mit einem Ortsrat umgegangen wird.“