Kostenloser Heizungscheck bis 22. März

Christoph Felten von der Klimaschutzagentur, KiTamiTu-Leiterin Christiane Schulte, Ursula Schwertmann von den Gemeindewerken und Energieberater Sebastian Lau lauschen interessiert den Ausführungen von Energieberater Bernd Wulfestieg im Heizungsraum der KiTamiTu in Mellendorf.

Gemeindewerke und Klimaschutzagentur starten Aktion im Kindergarten KiTamiTu

Wedemark. Die Gemeindewerke Wedemark GmbH und die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover bieten Hausbesitzern einen kostenlosen Check ihrer Heizung durch unabhängige Energieberater an. Die Aktion ist am 25. Februar gestartet und läuft noch bis 22. März. Die Gemeinde Wedemark ging mit gutem Beispiel voran: Sie ließ die Heizung in der Kindertagesstätte KiTamiTu an der Ortsriede in Mellendorf von Energieberater Bernd Wulfestieg unter die Lupe nehmen. Der Energieexperte, der auch vereidigter Sachverständiger ist, zeigte, wie mit einfachen Mitteln Energieverluste vermieden werden können. Falls die Anlage veraltet ist, berät er zu neuen Heiztechniken. Doch das war in der KiTamiTu nicht nötig. Bernd Wulfestieg konnte Leiterin Chris-tiane Schulte und Ursula Schwertmann von der Gemeinde sogar die gute Nachricht überbringen, dass es sich bei der 21 Jahre alten Heizung des Kindergartens um ein Brennwertgerät handelt. Beim Bau des Kindergartens 1992 war offenbar die für damalige Verhältnisse modernste Heizungsanlage eingebaut worden. Ganz genau studierte Bernd Wulfestieg die Werte aus dem letzten Prüfbericht und stellte fest: „Hier ist eigentlich kaum noch eine Optimierung möglich. 75 kw/h pro Quadratmeter sind ein sehr guter Wert.“ Nachbesserungsbedarf besteht allerdings bei der Fußbodenheizung. Hier kommt vor allem in den Räumen am Ende der Heizungsrohre nicht mehr genug Wärme an, darum lässt Christiane Schulte die Heizung jetzt in der sehr kalten Zeit durchlaufen – nicht gerade optimal für die Energiebilanz. Aber Bernd Wulfestieg wusste auch hier Rat: Er empfahl einen hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage, dabei wird genau berechnet, wieviel Heizlast für die einzelnen Räume notwendig ist und die Warmwassermenge für die Heizkörper in den Räumen dann individuell ermittelt. Bezüglich Abgastemperatur oder Rücklauftemperatur hatte der Experte an der KiTamiTu-Heizung nichts auszusetzen. Eine Absage erteilte er allerdings der Überlegung von Ursula Schwertmann, das Warmwasser für den Kindergarten über eine Solaranlage zu erzeugen. „Süden ist zu weit weg, der Weg für die Leitungen vom optimalen Standpunkt für die Solaranlage bis zum Heizraum zu weit. Das rechnet sich nicht.“ Auch von einem Austausch des Warmwasserkessels riet Wulfestieg ab. Ein größerer Kessel sei im vorhandenen Raum nicht unterzubringen, ein Anbau wäre nötig und die ganze Aktion dann nicht mehr effektiv. Allerdings riet Wulfestieg Kindergartenleiterin Christiane Schulte dringend, die Pumpe der Warmwasserbereitung zu erneuern, die Rückspülfilter regelmäßig warten und Beprobungsventile einbauen zu lassen, damit das Gesundheitsamt die Anlage überprüfen könne. Gemeindewerke und Klimaschutzagentur möchten Hausbesitzer dazu motivieren, sich ebenfalls von den unabhängigen Experten der Klimaschutzagentur beraten zu lassen. Die Heizungsvisite ist die erste Aktion im Rahmen der Kooperation zwischen der Gemeinde Wedemark, der Gemeindewerke Wedemark GmbH und der Klimaschutzagentur Region Hannover.