Kreuzung L 190 in Schlage-Ickhorst

Friedhelm Fischer (von links), Helge Zychlinski und Erik van der Vorm sehen der Entwicklung um die Planung der Kreuzung L 190/Schlager Chaussee mit großem Optimismus entgegen. Foto: B. Stache

Gemeinde Wedemark übernimmt Planung, Landesamt erstattet die Kosten

Mellendorf (st). Der Kooperationsvertrag zwischen der Gemeinde Wedemark und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zur Planung der Kreuzung L 190/Schlager Chaussee ist unter Dach und Fach. Am Mittwochnachmittag gaben Bürgermeister Helge Zychlinski und Friedhelm Fischer, Leiter Geschäftsbereich Hannover, Niedersächsisches Landesamt für Straßenbau und Verkehr, im Beisein von Ratsherr Erik van der Vorm (FDP) die Vertragsunterzeichnung bekannt. In einem Pressegespräch erinnerte der Bürgermeister daran, dass Erik van der Vorm einst die Initiative für eine Verbesserung der Verkehrssituation im Zuge der L 190-Kreuzung auf Höhe des Hotels und Restaurants „Zum Alten Zöllnerhaus“ ergriffen hatte. Der FDP-Ratsherr ist auch leidenschaftlicher Verfechter eines Verkehrskonzepts für die Wedemark. „Wir haben die Idee von Herrn van der Vorm aufgegriffen und nach ersten Gesprächen mit dem Land und der Region ein Ingenieurbüro aus Hameln mit der Planung für die Kreuzung beauftragt“, erklärte Helge Zychlinski. Die der Gemeinde Wedemark dadurch entstehenden Kosten werden erstattet. „Wir haben uns verpflichtet, die Planungskosten zu übernehmen“, versicherte Friedhelm Fischer, der bei dem Gespräch im Rathaus in Mellendorf auch die Hintergründe der Kooperationsvereinbarung erläuterte. „Das Land Niedersachsen hat zirka 8000 Kilometer Straße, die es zu unterhalten gilt“, führte der Leiter Geschäftsbereich Hannover aus. Dafür stünden niedersachsenweit jährlich 85 Millionen Euro zur Verfügung. Es gebe Berechnungen, nach denen mehr als 100 Millionen Euro für den Substanzerhalt der Straßen erforderlich seien. „Wir sind personell so aufgestellt, dass wir etwa um die 550 Millionen Euro umsetzen können. Im letzten Jahr haben wir über 800 Millionen umgesetzt. Das geht natürlich nur mit dem Einsatz von Ingenieurbüros“, erklärte Friedhelm Fischer, dessen Behörde auch für Bundesstraßen und Bundesautobahnen zuständig ist. Für die Beauftragung von Ingenieurbüros benötige er 60 Millionen Euro, es wurden aber nur 42 Millionen bewilligt. „Wir wären in diesem Jahr nicht in der Lage, das personell und haushaltärisch umzusetzen. Wir haben uns verpflichtet, die Planungskosten zu übernehmen.“ Daher sei er dankbar, dass Bürgermeister Helge Zychlinski mit seinen Mitarbeitern die Planung zur Verbesserung der Verkehrssituation an der L 190-Kreuzung übernommen habe. Diese könne Ende 2018 abgeschlossen sein und die von der Gemeinde zunächst beglichene Rechnung des Hamelner Ingenieurbüros im kommenden Jahr an die Straßenbaubehörde zur Rückerstattung weitergereicht werden, machte der Bürgermeister deutlich. Bei günstigem Verlauf, unter anderem des Planfeststellungsverfahrens, rechnen Helge Zychlinski und Friedhelm Fischer mit einem Baubeginn Mitte 2020. Beim Umbau der Kreuzung könne auch zeitgleich die sanierungsbedürftige L 190 in Angriff genommen werden, ließ Friedhelm Fischer verlauten, der eine Ampelkreuzung für Schlage-Ickhorst bevorzugt. Eine Signalanlagen gesteuerte Kreuzung habe gegenüber einer Kreisellösung vermutlich den geringsten Flächenbedarf und sei auch in der Investition die preiswertere Lösung, stellte er fest. „Es spricht vieles für eine Signalanlagen-Lösung“, unterstrich Helge Zychlinski. „Meinen herzlichen Dank an Herrn Zychlinski und an Herrn Fischer, dass das doch so reibungslos und schnell geklappt hat. Ich bin froh darüber“, brachte Erik van der Vorm seine Freude über die Entwicklung seiner „Kreuzungsinitiative“ zum Ausdruck.