„Krieg, stell dir vor er wär hier“

Der Kursus „Darstellendes Spiel“ bei der Premiere. Foto: K. Daehnhardt

Ein bewegendes Theaterstück der IGS Wedemark

Mellendorf (kd). Mit der Fragestellung „Was passiert wenn es auch in Deutschland Krieg gibt?“ befasste sich ein Teil aus dem Jahrgang 12 der IGS Wedemark. Der Kursus „Darstellendes Spiel“ kreierte aus seinen Gedanken dazu ein Theaterstück. Angelehnt ist das Ganze an eine Erzählung von der Dänin Janne Taller, welches ebenfalls den Namen „Krieg, stell dir vor er wär hier.“ trägt. Unter der Leitung von Carmen Mucha führten die drei jungen Männer und neun jungen Frauen intensive Recherchen durch. Dazu befragten sie ihre Großeltern und Verwandte nach Fluchterfahrungen. Zwei Teilnehmer des Kurses führten Gespräche mit Mitschülern aus den Sprachlernklassen der Schule. Eine geflüchtete Jugendliche aus Syrien ließ ihre Erlebnisse in die Bearbeitung einfließen. So basieren Teile des Theaterstücks auf wahren Gegebenheiten. Eine andere wichtige Person für die Entstehung des Stücks war Thomas Witt. Er arbeitet bei der Bundespolizei und half den Schülern sich mit dem Thema auseinanderzusetzten. „Es ist sehr schwer, beinahe unmöglich, so etwas darzustellen“, meint er. Somit stellten sich Carmen Mucha und der Kursus eine Herausforderung. Ein Schuljahr lang arbeiteten sie an einer Fertigstellung. „Es war uns sehr wichtig klar zu machen, dass es sich bei dem Phänomen Flucht um ein zeitloses Problem handelt, welches jeden treffen kann.“, erklärt Carmen Mucha. Am vergangenen Mittwochabend fand schließlich um 19 Uhr im Forum des Campus W die Premiere statt. Der Eintritt war für alle Zuschauer kostenlos, jedoch wurde um Spenden gebeten. Diese werden in die Theaterarbeit der Schule fließen. Am kommenden Mittwoch findet um 18 Uhr im Forum des Schulzentrums die zweite und letzte Aufführung statt.