Krieg und Vertreibung heute

16. November: Vortrag im Bürgerhaus

Bissendorf. Der Ortsrat lädt alle Wedemärker am Sonntag, 16. November, um 16 Uhr in das Bürgerhaus zu einem Vortrag über einhundert Jahre Gewalt von 1914 bis 2014 ein. Mit einem etwas anderen Gedenken wollen die Mitglieder des Ortsrats von dem bisherigen Schema für diesen Tag abweichen. In den letzten Jahren sind immer weniger Bürgerinnen und Bürger zu den Gedenkgottesdiensten und den anschließenden Kranzniederlegungen gekommen.
Für den Vortrag konnte Hans-Jürgen Grasemann als Referent gewonnen werden. Grasemann ist Oberstaatsanwalt außer Dienst und war mehrere Jahre stellvertretender Leiter der Zentralen Erfassungsstelle für die Gewaltakte und Straftaten an der ehemaligen Grenze der DDR. Er ist vielen Wedemärkern noch mit seinem Vortrag über den Einsatz der Stasi im Westen im Juni 2013 in guter Erinnerung. Neben seinen früheren hauptamtlichen Tätigkeiten in der Justiz Niedersachsen ist Grasemann heute noch Vorsitzender des Vereins "Politische Bildungsstätte Helmstedt".
In seinem Vortrag mit anschließender Aussprache wird Grasemann auf die vergangenen einhundert Jahre mit Krieg und Gewalt und deren Opfern eingehen. Den zeitlichen Bogen wird er über die beiden Weltkriege, den Kriegen danach bis zu den Kriegen in Afghanistan und Syrien spannen. Die kriegerischen Auseinandersetzungen in Syrien und dem Irak und den damit zusammenhängenden Flüchtlingsdramen wird er ebenfalls thematisieren.
Der Ortsrat Bissendorf will mit diesem Vortrag allen Menschen gedenken, die Opfer von Krieg, Gewalt, Vertreibung und Flucht geworden sind. Es verspricht, ein hochinteressanter Nachmittag zu werden.
Am Vormittag des Volkstrauertages wird auch ganz traditionell in der Kirche in Bissendorf der Toten gedacht. Daran anschließend wird der Ortsbürgermeister von Bissendorf-Wietze eine Gedenkrede halten und einen Kranz niederlegen.