Kultur-historischer Spaziergang im Heidekreis

Wilfried Worch-Rohweder und Charly Braun erklären das Holocaust-Mahnmal. Foto: Inge Scharna
Heidekreis. Nach informativen kulturhistorischen Spaziergängen in Schwarmstedt und Eickeloh führten DGB-Kulturarbeitskreis und Geschichtswerkstatt jetzt 22 Interessierte aus Celle, Schwarmstedt, Vesbeck, Wietze und Hannover durch sozial-bewegte Geschichte in Soltau.
Über den Abriss von zwei Jugendzentren und widerständige Jugendliche berichtete Charly Braun, der bis 1982 dort als Sozialarbeiter tätig war. An der Bibliothek Waldmühle wurde das Raumverbot für die gewerkschaftliche MAI-Veranstaltung von 1981 thematisiert, das mit einem Erfolg des DGB endete. Am Mahnmal für die Holocaustopfer berichtete der ehemalige Landratskandidat Wilfried Worch-Rohweder als Initiator dieses Denkmals, über die mörderische Jagd von Nazis, Jugendlichen und Bürgern auf geflüchtete KZ-Häftlinge kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs. Über 90 Tote wurden im Wald verscharrt. 2007 wurde beim Mediclin-Klinikum das Mahnmal aus Musterstelen der Berliner Holocaust-Gedenkstätte errichtet. Initiator Worch-Rohweder schilderte die jahrelangen erheblichen Widerstände und andererseits die praktische Unterstützung, die er erfahren hat. Eine schulische Geschichtsgruppe arbeitete das Verbrechen von 1945 auf. Der bekannte Künstler Hawoli und andere halfen bei der Realisierung.