Kunstwerke von Kinderhand

Kerstin Jacob lässt die Kinder der Kita Resse ihre Kunstwerke erklären. Foto: B. Stache

Kooperation zwischen Kinder- und Jugendkunstschule und Kita Resse

Resse (st). Das Ergebnis einer Kooperation zwischen der Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark und der evangelischen Kindertagesstätte (Kita) in Resse kann sich sehen und anfassen lassen. Fünf Kunstwerke, von Kinderhand gefertigt, wurden am Dienstagvormittag im Bewegungsraum der Kita als bespielbare Wand vorgestellt: Zahnradbilder, Die Kugelbahn, Sandrieselbilder, Das Feriendorf und Flaschenbilder. Mit großer Begeisterung führten die Kinder ihre Werke vor und ein kleines Mädchen war mutig genug, den Erwachsenen die dazu erforderlichen Erklärungen zu geben. Beim Feriendorf ließen sich die Türen der farbenfrohen Häuser öffnen und Lichtbänder ein- und ausschalten. „Wir haben Häuser für die Erzieher gemacht“, hieß es dazu. Ein Haus dieser Bilderserie hatte sogar eine Hundehütte, da auch eine Erzieherin der Kita Resse einen Hund besitzt. Die künstlerische Vorlage für die Sandrieselbilder lieferte der Maler Paul Klee mit seinem 1920 geschaffenen Bild „Kamel in rhythmischer Baumlandschaft". Beim langsamen Drehen der Bilderrahmen rieselt Sand durch die Kita-Kunstwerke und lässt immer wieder neue Formen entstehen, wie beispielsweise Pyramiden oder Dünen. Die Kita-Leiterin Bärbel Stöcker hatte sich im Jahr 2015 für ein Angebot der Region Hannover beworben: Förderung von Projekten in Kindertageseinrichtungen im Bereich Naturwissenschaften, bildende und darstellende Künste. Mit der erfolgreichen Bewerbung hatte sie ein entsprechendes Konzept vorgelegt, das zuvor in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark entwickelt wurde. Die finanzielle Vergütung seitens der Region in Höhe von 2500 Euro wird für Material, Sachkosten und Dozent verwendet. „Das Projekt ist in unserem Programm ´Kunstschule 2020` enthalten, das wir mit Kitas durchführen“, erklärte Kunstschulleiter Bernd Tschirch. Seine Mitarbeiterin Kerstin Jacob hatte das Konzept für die Zusammenarbeit mit der Kita Resse ausgearbeitet und umgesetzt. Das Förderprojekt gilt für ein Kalenderjahr und startete im Januar mit Kindern, die 2016 in die Schule kommen. Für ihre Arbeit in Resse stand Kerstin Jacob ein heller Raum im Hort zur Verfügung und auch die Anwesenheit einer Erzieherin sei ihr eine große Hilfe gewesen. „Nach den Sommerferien wird eine neue Gruppe an dem Projekt weiterarbeiten. Anfang Dezember ist es beendet“, kündigte Kita-Leiterin Bärbel Stöcker an.