Kurswechsel für Haus am Sande

Unterstützen die Pläne von Bürgermeister Tjark Bartels für die Umnutzung des gemeindeeigenen Gebäudes Am Sande: (v.l.) Christa Bogenschütz, Christiane Killig, Christa Goldau, Christiana Böttcher und Heiner Peterburs. Foto: A. Wiese

SPD: Familien- und Seniorenzentrum soll Mehrgenerationenhaus werden

Mellendorf (awi). Das geplante Familien- und Seniorenzentrum soll nicht im Haus am Teich, sondern im ehemaligen Schulamt Am Sande entstehen, und auch die Jugendkunstschule soll hier ihr neues Domizil finden. Die Wedemärker SPD-Ratsfraktion und Ortsbürgermeisterin Christa Goldau ließen bei einem Pressetermin keinen Zweifel daran, dass sie die Pläne von Bürgermeister Tjark Bartels in dieser Beziehung voll und ganz unterstützen. Der im Haushalt 2012 eingeplante Verkauf des ehemaligen Verwaltungsgebäudes ist damit vom Tisch. Zum Verkauf angeboten soll im Gegenzug das ehemalige Bademeisterhaus, das zurzeit die Jugendkunstschule beherbergt. Im Haus am Teich sollen unter Regie der Kinderfreunde hingegen zwei Krippengruppen eingerichtet werden.
Mit 550.000 Euro für die notwendigen Umbaumaßnahmen in beiden gemeindeeigenen Gebäuden müsse man rechnen, erklärte Sprecher Heiner Peterburs. Zur Gegenfinanzierung solle jedoch unter anderem der Verkauf des Spielplatzgrundstücks neben dem Haus am Teich dienen. Die SPD-Fraktion habe im letzten Jahr beschlossen, die bestehenden Aktivitäten im Bereich der familienunterstützenden Betreuung und Begleitung sowie die Seniorenbetreuung in der Wedemark auszubauen, so Peterburs und seine Fraktionskolleginnen Christa Bogenschütz, Christiane Killig und Christiana Böttcher, die sich in einem Arbeitskreis mit der Thematik beschäftigt hatten. In diesem Zusammenhang sei die Verwaltung gebeten worden, ein Konzept für ein Familien- und Seniorenzentrum Wedemark zu erarbeiten. Zunächst sei angedacht gewesen, das Familien- und Seniorenzentrum im Haus am Teich einzurichten. In mehreren Gesprächen mit dem Bündnis für Familie, dem Seniorenbeirat und den verschiedenen Nutzergruppen des Hauses am Teich wie beispielsweise Alleinerziehenden-Treff, Mutter-Kind-Gruppe, Interkultureller Treff, Kinder-Kochtreff, Stillgruppe, Selbsthilfe nach Krebs, Theaterprojekt, Verein der Kinderfreunde und DRK seien die Anforderungen an die Räumlichkeiten diskutiert und die Nutzungsmöglichkeiten besprochen worden. „Dabei wurde klar, dass man nur mit einer baulichen Veränderung des Hauses am Teich und einem Anbau den heutigen Ansprüchen eines Veranstaltungs- und Begegnungszentrums gerecht werden kann“, erklärte Peterburs. Aufgrund des Rechtsanspruchs der ein- bis dreijährigen Kinder auf einen Krippenplatz habe Bürgermeistern Tjark Bartels vorgeschlagen, im Haus am Teich zwei Krippengruppen einzurichten und vom Verein der Kinderfreunde betreiben zu lassen. Dies führe jedoch zwangsläufig dazu, dass für die bisherigen Aktivitäten des Bündnisses für Familie und der verschiedenen Nutzergruppen ein anderer Standort gefunden werden müsse. Hier biete sich die gemeindeeigene Liegenschaft des ehemaligen Schulamts Am Sande, an. Die SPD Fraktion begrüße diese Überlegung ausdrücklich, denn in diesem Gebäude lassen sich nach einem entsprechenden Umbau und der Herstellung der Barrierefreiheit alle Nutzeraktivitäten optimal unterbringen. Darüber hinaus biete das Gebäude auch noch Platz für die Kinder- und Jugendkunstschule, die derzeit im alten Bademeisterhaus untergebracht ist, freut sich Peterburs. Das Bademeisterhaus sei in einem sehr schlechten Bauzustand und entspreche nicht den Erfordernissen. „Mit dem Haus am Sande haben wir die Chance, eine ausgezeichnete Möglichkeit für ein Familien- und Seniorenzentrum Wedemark in zentraler Lage zu schaffen“, sind Peterburs und seine Fraktionskollegen überzeugt. Das Gesamtobjekt soll sich nach den Vorstellungen der SPD zu einen lebendigen Mehrgenerationshaus in der Wedemark entwickeln. Die SPD-Fraktion will am Ende der Schulferien die verschiedenen Interessengruppen zur Ortsbesichtigung Am Sande einladen und mit ihnen die Nutzungsmöglichkeiten diskutieren. Peterburs bestätigte, dass eine Zeitplanung realistisch sei, die die Fertigstellung der Umbaumaßnahmen am Haus am Teich und die Aufnahme des Betriebs der Krippengruppen dort für Sommer 2013 und den Abschluss der Umbauarbeiten am Haus Am Sande und die Inbetriebnahme des Familien- und Seniorenzentrums für Sommer 2014 anvisiere. Am Sande kann erst nach Fertigstellung des Umbaus des Hauses am Teich mit den Baumaßnahmen begonnen werden, da nach Informationen des ECHO hier die Spielkreisgruppen der Kinderfreunde, die zurzeit im Haus am Teich untergebraucht sind, während der Umbauphase ihr provisorisches Domizil finden, bevor auch sie wieder in das umgebaute Haus am Teich einziehen. Auch die derzeit dort beheimateten Gruppen könnten zunächst im noch nicht umgebauten alten Schulamt Platz finden, überlegten Peterburs und seine Parteikolleginnen. Wenn das Gebäude erst einmal zum Familien- und Seniorenzentrum umgerüstet ist, hofft die SPD auf ein harmonisches Miteinander von Alt und Jung. Die genaue Aufteilung der Räume sei noch nicht überlegt worden, so Peterburs. Klar sei jedoch, dass insbesondere der bisherige Roye-Raum im alten Schulamt intensiv als großer Gruppenraum genutzt werden werde. Die Verwaltung soll jetzt eine Vorlage mit verschiedenen Alternativen für die politischen Gremien erarbeiten.