Lärmschutz: BfW fährt nach Bonn

Manfred Kleinke (v. l.), Andreas Langreder und Bernd Schützendübel von der BfW stellen die neuesten Aktivitäten vor. Foto: A.Wiese

Bürgergruppierung meldet Erfolg: „Bebauungspläne sollen geändert werden“

Bissendorf-Wietze (awi). Mit zwei Unterschriftenlisten mit zusammen rund 760 Unterschriften im Gepäck fahren Manfred Kleinke und Bernd Schützendübel von der BfW am nächsten Donnerstag nach Bonn. Dort sitzt nämlich die Abteilung des Verkehrsministeriums, der sie ihren Antrag zum Bau einer Lärmschutzeinrichtung an der A 352 vor Bissendorf-Wietze, Wennebostel-Wietze und Kleinburgwedel übergeben möchten. „Zwei Forderungen haben wir“, so Kleinke und Schützendübel am Mittwoch vor der Presse: „Erst eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 80 und dann der Bau einer Lärmschutzmaßnahme.“ Allein das Tempolimit bringe eine Lärmreduzierung von 30 bis 40 Prozent, sind die BfW-Vertreter überzeugt. Beim niedersächsischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies waren sie schon und jetzt wollen sie auch auf Bundesebene aktiv werden. Dass ihr Engagement etwas bewirken kann, dafür führen sie die umstrittene Bauleitplanung in Bissendorf-Wietze als Beleg an: „Die Gemeinde Wedemark wird auf Grund unserer Eingabe zu den Bebauungsplänen, die 360 Bürger unterschrieben haben, die Pläne nun ändern“, verkündeten Kleinke, Schützendübel und Andreas Langreder von der BfW stolz: „Der Wanderweg entlang der Wietze soll einschließlich der geplanten Brückenverbindungen wieder gestrichen werden. Die Straßenverbindungen über private Grundstücks am Berenweg und Hagebuttenweg sollen entfalle. Der B-Plan östlich Natelsheideweg soll im Bereich Dornbusch verkleinert, die textlichen Festsetzungen verständlicher formuliert werden. Südlich Kreihnbrink sollen die Grünflächenfestsetzungen überprüft und die großen Pläne in kleinere handhabbare Teilpläne geteilt werden.“ Nicht einverstanden ist die BfW damit, dass in Bissendorf-Wietze keine neuen Baugebiete kleineren Umfangs geplant werden. Die BfW ist weiter der Auffassung, dass die Pläne weiter „entrümpelt“ werden müssen. Bissendorf-Wietze brauche lediglich Bebauungspläne, die die Mindestgröße der Grundstücke, die Zahl der Geschosse und die Art der Nutzung festsetzten. Bäume und Waldflächen seien durch die Baumschutzsatzung und das Waldrecht ausreichend geschützt. Auf Anraten der Polizei Mellendorf fordert die BfW den Verzicht auf Flächen zum Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern soweit diese die Einsicht in Grundstücke unmöglich machten. Außerdem sprechen sich die BfW-Mitglieder mit Nachdruck „für eine neue Mitte für Bissendorf-Wietze aus, nachdem man uns unsere alte geklaut hat“, so Manfred Kleinke in Anspielung auf die Privatisierung des Schulgrundstücks. Das Geld, das die Gemeinde dabei eingenommen habe, müsse in Bissendorf-Wietze auch wieder investiert werden. Über all diese Punkte können Interessierte mit den BfW-Vertretern bei deren Sommerfest am Sonnabend, 24. August, von 15 bis 19 Uhr auf dem Parkplatz des Lebensmittelgeschäftes Monika Kärgel am Natelsheideweg 2 diskutieren. Als musikalischer Leckerbissen spielt das Duo Isabell Brandes live.