Land gibt 10.000 Euro für JuKu-Projekt

Kerstin Jacob und Bernd Tschirch freuen sich, dass mit dem Start des Programms auch das neue Projekt Fahrt aufnimmt und gefördert wird. Foto: A. Wiese

Jugendkunstschule Wedemark investiert in zielgruppenorientiertes Angebot in Kitas

Wedemark (awi). Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur vergibt im Rahmen des Programms „Kunstschule 2020 – nachhaltige Strukturen für kulturelle Teilhabe“ Mittel für Strukturförderung und individuelle Beratung in Höhe von insgesamt 106.181 Euro an zwölf Kunstschulen in Niedersachsen – eine davon ist die Jugendkunstschule Wedemark.
„Kunstschulen stärken die Kreativität von Kindern und Jugendlichen jenseits des Notendrucks“, sagt die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić. „Mit unserer Förderung gehen wir auf die Besonderheiten der einzelnen Kunstschulen ein, um sie für die Zukunft gut aufzustellen.“ Im Zuge des Förderprogramms erfahren Kunstschulen, wie sie sich profilieren können, um auch zukünftig an ihrem Standort zu bestehen, zum Beispiel, indem sie sich mit neuen Kooperationspartnern vernetzen und nachfrageorientierte Angebote schaffen. Die Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark beispielsweise wird mit 10.000 Euro gefördert, um ein zielgruppenorientiertes Angebot in den Regelbetrieb von Kitas einzubinden. Damit partizipieren die Kinder fortlaufend und gezielt an ästhetischer Bildung in ihren Einrichtungen. Denn auch in der Wedemark sind die Teilnehmerzahlen der Jugendkunstschule rückläufig: Im vergangenen Jahr nahmen 730 Kinder an 96 Kursen teil. Im Jahr davor waren es noch 800 Kinder an 105 Kursen. Bereits am Dienstag startet das Projekt Kunst(t)raum in der evangelischen Kita Resse. Kerstin Jacob von der Jugendkunstschule wird ein Jahr lang einmal wöchentlich mit den Vorschulkindern unter Einbindung der anderen Kinder kreativ arbeiten. „Am Ende soll beispielsweise eine Wand dabei herauskommen“, erklärte Jacob gestern vormittag bei einem Pressegespräch gemeinsam mit JuKu-Leiter Bernd Tschirch. Der Weg wird das prozessorientierte Arbeiten sein. Das zweite Projekt in der KiTamiTu in Mellendorf wird von Jacobs Kollegen André Woosmann und Ute Heidland betreut. Die
KitamiTu hat sich das volle Programm gewünscht: ein halbes Jahr lang dreimal die Woche vom kreativen Gestalten für die Krippenkinder über das offene Atelier für die Drei- bis Vierjährigen bis zum Extra-Tag für die Fünf- bis Sechsjährigen, die mit dem Kinderbuch „Elmar“ als Aufhänger arbeiten werden. Elmar ist ein bunter Elefant. Der Autor hat sein Buch als eine Hommage an den Künstler Paul Klee geschrieben, erklärt Kerstin Jacob.
Entscheidend sei es, mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Und wenn eine Sprachbarriere vorhanden sei, könne die Kunst die Brücke schlagen. Auch das Projekt in der KiTamiTu soll noch in diesem Monat starten. Wichtig sei auch, erläuterte
Jugendkunstschulleiter Bernd Tschirch, dass die Erzieherinnen von dem Projekt partizipieren könnten. „Sie sind die Spezialistinnen, kennen die Eigenheiten der Kinder“, betonte Kerstin Jacob. „Manchmal muss der Berg zum Propheten wenn das Ziel die inklusive Teilhabe der Kinder an kreativen Bildungsprozessen ist“, umschreibt sie das Projekt: „Kreativität ist die Fähigkeit, Lösungsstrategien zu entwickeln, Vorgehensweisen zu modifizieren, ganzheitlich zu lernen. „