Landmarkt feiert ersten Geburtstag

Landmarktvereinsvorsitzender Carsten Dettmers (2.v.l.) mit vier der fünf Präsentkorbgewinner: (v.r.) Anja Hemme und Oliver Rothfuß aus Bissendorf-Wietze, Lennart Großkord aus Bissendorf und Detlef Kampe aus Scherenbostel. Nicht auf dem Bild: Gewinnerin Frauke Rohdenburg. Fotos: A. Wiese
 
Die Bläserklasse der Realschule unterhielt die Landmarkt-Besucher mit flotter Musik am Bürgerhaus.

Viele Gäste feierten mit – Preisrätsel mit Verlosung stieß auf tolle Resonanz

Bissendorf (awi). Das war ein ers-ter Geburtstag, wie ihn sich die Mitglieder des Landmarktvereins gewünscht hatten: Trockenes Wetter, bei dem sogar die Sonne ab und zu zwischen den Wolken hervorlugte, ganz viele Besucher und eine fröhliche und ausgelassene Stimmung. Kein Zweifel – die fünf Präsentkörbe, die es beim Preisrätsel zu gewinnen gab, zogen kräftig und waren vor allem auch der Grund, warum so viele bis zur Verlosung um 17.30 Uhr durchhielten beziehungsweise sogar noch einmal wiederkamen. Aber unübersehbar machte auch das Ausfüllen der Fragebögen den Marktbesuchern Spaß. Man half sich gegenseitig und knobelte an einigen Fragen auch richtig herum. Da das den Marktbeschickern aber teilweise genauso ging und die hilfreichen Tipps teilweise auch nicht ganz richtig waren, entschloss sich der Vorstand des Landmarktvereins spontan, die Gewinner aus allen abgegeben Fragebögen zu ermitteln. Als Glücksfee fungierte die vierjährige Emma, die ihre Aufgabe ganz prima meisterte. Leider waren viele der gezogenen potentiellen Gewinner nicht mehr vor Ort, so dass neu gezogen werden musste, aber am Ende hatten alle fünf liebevoll und bunt mit Landmarktprodukten gepackten Präsentkörbe ihre neuen Besitzer gefunden: Anja Hemme (Jungfer Anni) aus Bissendorf-Wietze, Lennart Großkord aus Bissendorf, Oliver Rothfuß aus Bissendorf-Wietze, Detlef Kampe aus Scherenbostel und Frauke Rohdenburg aus Bissendorf. Die erfreulich hohe Besucherzahl, Musik und Leckereien auf dem Landmarkt – die Besucher genossen Kürbissuppe am Stand von Torsten Bornemann, Zwetschgenkuchen und Kaffee bei der Bäckerei Springhetti, ein Glas Wein bei Martin Müsken, Zwiebelkuchen bei der Backstube Bundschuhe, Zuckermais und Quarkkartoffeln am Stand des Hofladens Schönhoff, süße Crêpes und herzhafte Galettes bei der Crêperie on tour oder Fischbrötchen bei Fisch-Schmidt. Und sie kauften ein: Honig bei Imker Wolff, Biogemüse beim Biohof Rotermund-Hemme, Fleisch und Wurst bei der Landschlachterei Dettmers, frischen Büffelmozzarella bei der Eilter Bauernkäserei, Herbstblumen und selbstgezogene Tomaten bei der Gärtnerei Koch, Fisch, Brot und andere frische Produkte. Unter dem Strich waren sich die Marktbeschicker am Ende eines anstrengenden, aber schönen Markttages einig: Das war eine tolle Geburtstagsfeier, bei der die Bindung an die Kunden noch mehr gefestigt und hoffentlich auch viele neue Kunden gewonnen werden konnten. Denn viele Besucher an diesem Tag hatten sie vorher noch nicht gesehen, waren sich die Beschicker einig.

Kommentar:
Der Bissendorfer Landmarkt hat es in einem Jahr geschafft, sich eine begeisterte Fangemeinde heranzuziehen. Das Konzept von Carsten Dettmers und seinen Mitstreitern ist voll aufgegangen: Regionale Waren und wo das nicht hundertprozentig geht – wie zum Beispiel bei Weinhändler Martin Müsken, weil Wein nun mal nicht in Norddeutschland angebaut wird, dann wenigstens schwerpunktmäßig deutsche Weine von einem örtlichen Händler. Ähnliche Argumente gelten für den Fisch, der von dem Celler Händler verarbeitet wird. Das Bio-Zertifikat ist auch ein Argument, das zieht. Doch wichtiger ist den meisten tatsächlich, dass das Gemüse in der Region angebaut worden ist, keine langen Wege hinter sich hat und man weiß, dass die Eier nicht aus der Legebatterie kommen. Aber genauso wichtig: Immer wieder das Lob für die tolle Marktatmosphäre: Klein, aber fein, familiär, nette Leute, gemütlich, ansprechendes Ambiente. Klar, der Amtshof mit seinen Fachwerkgebäuden und dem historischen Pflaster – das ist den Kunden mit Rollstuhl, Rollator und Kinderkarre allerdings nach wie vor ein Dorn im Auge – ist ein Pfund, mit dem man wuchern kann. Aber die Harmonie, die auf diesem Markt herrscht, die ist hausgemacht und unabhängig vom Ambiente. Dass hier jeder jedem hilft, die Marktbeschicker ihren Kollegen und den Kunden, die Besucher sich untereinander, wenn es etwas zu halten oder zu tragen gibt, dass hier ein Miteinander und nicht ein Gegeneinander herrscht, das ist das ganz Besondere und Unvergleichliche am Bissendorfer Landmarkt auch noch nach einem Jahr. awi