Laternen über eine Woche dunkel

Kritischer Blick der Anlieger Dirk Rapke und Marianne Schwob auf die Straßenlaternen am Torfweg. Funktionieren sie jetzt wieder? Foto: A. Wiese

Siedlung Lönswinkel: Endlich hat die Avacon die Fehlerquelle gefunden

Resse (awi). Länger als eine Woche haben in der Lönssiedlung in Resse nachts die Straßenlaternen nicht gebrannt. Diverse Male beschwerten sich die Bürger bei der Gemeinde und bei Avacon. Zunächst änderte sich nichts und die Gerüchte schossen ins Kraut: Der eine war sich sicher, dass hier die Straßenbeleuchtung eingespart werden sollte wie in der Negenborner Siedlung Hühnerberg, der nächste mutmaßte, dass Einbrecher die Straßenbeleuchtung lahm gelegt hätten, um leichteres Spiel zu haben und im Tiefbauamt der Gemeinde wollte man etwas von einem Blitzschlag gehört haben. Am Ende war es ein schlichter technischer Defekt, dem aber schwierig auf die Spur zu kommen war. Doch seit Donnerstagnacht sind die Straßen im Lönswinkel wieder beleuchtet.
„Ich habe gestern Nachmittag und auch heute Vormittag in regem Kontakt mit den Kollegen an unserem Standort Burgwedel gestanden, der auch das Gebiet der Wedemark technisch betreut, und mir unsere bisherigen Maßnahmen erläutern lassen. Inzwischen gibt es in Sachen Störungsbehebung einen deutlichen Fortschritt“, meldete Unternehmenssprecher Ralph Montag auf Nachfrage des ECHO am Donnerstag. Die Ermittlung der Störungsursache habe sich leider als recht aufwändig erwiesen. Seit Donnerstagvormittag habe Avacon die Fehlerursache jedoch eindeutig identifizieren können, so dass das betroffene Bauteil in der Steuerung der Straßenbeleuchtung noch im Laufe des Tages ausgetauscht werden könne und am Abend die Straßenbeleuchtung wieder planmäßig funktionieren sollte. Seitdem die Störung der Straßenbeleuchtung in der Lönssiedlung in Resse erstmals Anfang letzter Woche bei Avacon gemeldet worden war, seien mehrmals Mitarbeiter vor Ortgewesen und hätten die Fehlerursache gesucht und dabei auch Probeschaltungen vorgenommen. Die Straßenbeleuchtung wurde dabei am Tage zu Probezwecken von Hand eingeschaltet und über ein Fernsteuerungssignal wieder ausgeschaltet. Bei diesen Tests seien keine Störungen aufgetreten. „Unsere Vermutung ging daher zunächst in Richtung eines Fehlers in der Kabelleitung der Straßenbeleuchtung, der scheinbar nur zeitweise auftrat und daher nur schwer örtlich eingrenzbar war“, berichtete Ralph Montag.
Ein weiterer Test am Donnerstagvormittag habe nun allerdings ergeben, dass sich dieser Verdacht nicht bestätigt hat, sondern vielmehr das für die Straßenbeleuchtung in der Lönssiedlung zuständige Steuerungsgerät teilweise defekt sei und damit die Fehlerursache zweifelsfrei identifiziert sei. Die Avacon habe festgestellt, dass es das am Abend ankommende Einschaltsignal nicht verlässlich erkenne. Das Ausschaltsignal allerdings erkenne es verlässlich, weshalb die bisherigen Testschaltungen mit manuellem Einschalten und automatischem Ausschalten keinen Hinweis auf einen Defekt dieses Bauteils erbringen konnten. Technisch gesehen handele es sich um den Tonfrequenzrundsteuerempfänger in der Straßenbeleuchtungsschaltstelle an der Straßenecke An den Hägewiesen/Torfweg. Das Bauteil ermögliche das ferngesteuerte Ein- und Ausschalten der Straßenbeleuchtung.
Der defekte Tonfrequenzrundsteuerempfänger wurde durch ein neues Gerät ersetzt. Die betroffenen Kunden, die in der vergangenen Woche keine verlässliche Straßenbeleuchtung hatten, bittet
Avacon um Verständnis. Dass ein Tonfrequenzrundsteuerempfänger mal doch und mal nicht funktioniere, komme sehr selten vor und habe daher die Fehlersuche deutlich erschwert. „Die Tatsache, dass das Anschaltsignal mal verarbeitet wurde und mal nicht, hat es für uns so schwierig gemacht den Fehler zu finden. Wir hatten ihn zunächst woanders als im Tonfrequenzrundsteuerempfänger vermutet“, so Unterenehmenssprecher Montag abschließend.
Die Anwohner in der Lönssiedlung sind einfach nur froh, dass bei ihnen jetzt nachts wieder das Licht angeht, denn die verstärkten Warnungen der Polizei vor Einbrechern in der Urlaubszeit (siehe auch Bericht auf Seite 2) sind natürlich auch bei ihnen nicht ungehört verhallt. „Und mit Straßenbeleuchtung fühlt man sich einfach sicherer“, so Marianne Schwob und Dirk Rapke.