„Letzter Blick auf unsere Penne“

Kristiane Redecker dankte dem ehemaligen Schulleiter Horst Rommel für seine Ansprache beim 25jährigen Abijubiläum in den Räumen des Schulzentrums. Foto: L. Irrgang
 
Einer der ehemaligen Abiturienten von 1985, Carsten Niemann erläuterte seinen ehemaligen Mitschülern die Pläne für den Neubau des Schulzentrums. Foto: L. Irrgang

25-jähriges Abitreffen mit Führung durch das alte Schulzentrum

Mellendorf (ig). 25 Jahre können eine recht lange Zeit sein, manchmal kommt sie einem aber auch sehr kurz vor, denn oftmals denkt man auch angesichts solcher Zeitspannen „das war doch gefühlt erst gestern.“ So öder so ähnlich haben sich sicherlich manche der Absolventen des Abiturjahrgangs von 1985 gefühlt, als sie anlässlich ihres 25jähriges Jubiläums wieder in die Räume des Schulzentrums kamen. Organisiert hatten das Ehemaligentreffen Kristiane Redecker, Kerstin Koch, Kerstin Kreutzer und Christine Winter. Groß war die Wiedersehensfreude schon zu Beginn, „und wir freuen uns, dass so viele unserer Einladung gefolgt sind“, so Redecker. Denn von 96 Abiturienten des Jahrgangs 1985 waren vergangenen Sonnabend 69 in ihre ehemalige Schule gekommen. Und das teilweise mit einer weiten Anreise. Aus den USA, von Teneriffa und auch aus der Schweiz waren die ehemaligen Schüler des Gymnasiums nach Mellendorf gekommen. „Das finden wir wirklich ganz toll“, freute sich Redecker. In Gedichtform blickte Antje Sänger zurück auf die gemeinsame Schulzeit und die überraschende Einladung zum Jubiläumstreffen. „Vergangenes wird neu geweckt“, so Sänger und dies verbunden mit „einem letzten Blick auf unsere Penne.“ Da das Schulzentrum, in welchem Generationen von Schülern ihr Abitur erhielten im kommenden Jahr abgerissen wird, dürfte es wohl der letzte Jahrgang gewesen sein, der sein Jubiläum in den Räumen begehen konnte, in denen man auch die Schulbank gedrückt hatte. Schulleiterin Swantje Klapper begrüßte die ehemaligen Schüler und beschrieb kurz den veränderten Schulalltag, „den Sie sicherlich durch Ihre Kinder kennen, dieser Schullalltag hat sich seit Ihrer Zeit enorm geändert.“ Die Vorsitzend des Fördervereins, Caren Drews stellte die Aktivitäten des Fördervereins vor bevor der ehemalige Schulleiter Horst Rommel seine ehemaligen Schüler begrüßte. Seine Rede sei keine nachgeholte Abientlassungsrede, betonte Rommel, „denn damals war ich krank und wurde vertreten.“ Ein 25jähriges Jubiläum sei durchaus ein Grund zum Feiern, „und viele möchten vom Lebensweg der Anderen hören und sich an die gemeinsame Zeit an der Schule erinnern.“ Rommel gab jedoch auch zu Bedenken, „dass unsere Feier eine der letzten in diesen Räumen sein wird“, man erlebe derzeit das sehr kurze Leben eines sehr teuren Baus. Und das, obwohl die Schule damals aus sehr haltbaren Materialien gebaut worden sei, „und dies wirft durchaus Fragen auf.“ Verständlich sei eine gefühlsmäßige Bindung von Ehemaligen zu diesem Bau, betonte Rommel, „denn es ist ein Bestandteil unserer gemeinsamen Vergangenheit.“ Die Verbundenheit machte auch Matthias Kählig in der „Schülerrede“ deutlich, denn die gemeinsame Schulzeit sei lang gewesen, „kaum etwas anderes war länger und diese Jahre möchte ich nicht einfach so beenden“, so Kählig, der hervorhob, wie wichtig auch der persönliche Kontakt gerade in Zeiten von email und SMS sei. Ein anderer Ehemaliger erläuterte dann die Zukunftspläne in Bezug auf das Schulzentrum. Carsten Niemann, Wirtschaftsförderer der Gemeinde Wedemark, zeigte seinen ehemalige Mitschülern mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation die Pläne für den Schulneubau und erläuterte, warum der Neubau einer Sanierung vorgezogen worden ist.