Lions Wedemark schütten 10.000 Euro aus

Freuten sich über die Schecks vom Lions Club Wedemark: Ute Rodehorst (von links) vom Hospizdienst, Gabi Ridder von der Schule Unter den Eichen, Tanja Rümke vom Kinderschutzbund, Schulleiterin Maike Rohde, Gabi Vorholt vom KSB, Lions Past President Rolf Grüenehagen, Dorothea Diekmann vom Verein Miteinander, Bettina Arasin von der Brelinger Mitte, Jürgen Auhagen vom Hilfsfonds, Institutsleiterin Ingrid Stephan und JuKu-Leiter Bernd Tschirch. Foto: A. Wiese
 
Lions District Governor Eva Küpers aus Celle überreichte Wedemarks Lions Past President Rolf Gruenehagen einen Wimpel und lud die Wedemärker Lions zu zahlreichen Veranstaltungen im laufenden Jubiläumsjahr ein.

Projekte von neun Vereinen und Institutionen profitieren

Wedemark (awi). Im Jahr des 100-jährigen Bestehens des Lions Club International hat der Lions Club Wedemark als "kleiner, aber feiner Club", so District Governor Eva Küpers aus Celle bei seinem Neujahrsempfang am Mittwochabend in der Schule Unter den Eichen in Mellendorf seinem Motto mit ehrenamtlicher Arbeit Gutes für Bedürftige zu tun alle Ehre gemacht. Past President Rolf Gruenehagen, der die amtierende Präsidentin Kathrin Müsken-Graucob vertrat, vergab symbolische Schecks über insgesamt 10.000 Euro an neun Wedemärker Vereine und Institutionen. Die Empfänger hatten Gelegenheit, ihre Projekte jeweils kurz vorzustellen. Die größten Summen von jeweils 2.000 Euro gingen an die gastgebene Förderschule für geistige Entwicklung unter den Eichen und den Kinderschutzbund Wedemark. Schulleiterin Maike Rohde und Lehrerin Gabi Ridder erklärten, dass der Betrag auch in diesem Jahr für die Fortführung des äußerst erfolgreichen Voltigierprojektes in Kooperation mit dem RVC Wedemark in Resse verwendet werden soll. Neue Leistungsgruppen sollen aufgebaut werden, die sich auf die Special Olympics im nächsten Jahr in Kiel vorbereiten. Neu im Betreuerteam der Voltigierer ist für die in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete Dorothee Pries die junge Lehrerin Katharina Koch. Bei den Special Olympics im vergangenen Jahr in Hannover waren die Schüler der Schule Unter den Eichen sehr erfolgreich unterwegs gewesen. So hatte Simon sogar eine Goldmedaille im Einzelvoltigieren errungen.
Kinderschutzbund-Schatzmeisterin Gaby Vorholt führte aus, dass 2.000 Euro erneut in Schwimmkurse sowie Zehnerkarten für Flüchtlingskinder investiert würden. Auch Schulbedarf für Grundschüler, die sich nicht ohne weiteres Hefte, Stifte und andere Materialien leisten könnten, würde zudem von dem Spendenbetrag finanziert.
Neu gefördert mit 1.000 Euro wird das Tanzprojekt ds Vereins Miteinander. Die Vorsitzende Dorothea Diekmann erklärte den Anwesenden die Entstehung des Vereins aus dem Runden Tisch für Flüchtlinge heraus und schilderte das Tanzprojekt, ein offener Tanz-Workshop für alle Interessiertenvon 8 bis 88 Jahren in Zusammenarbei mit der Compagnie Fredewess an mehreren Terminen mit einer öffentlichen Abschlussaufführung am Donnerstag, 30. März, um 19 Uhr in der Jugendhalle in Mellendorf. Unter dem Motto "3 x 3 days for dance" bietet der Verein Miteinander Wedemark das Tanzprojekt über mehrere Wochen in der Grundschule Mellendorf, der Realschule Wedemark sowie der Grundschule Bissendorf an. Unter Anleitung eines Teams von professionellen Tanzlehrern werden pro Schule rund 50 Schüler mit dem zeitgenössischen Tanz vertraut gemacht und in Bewegung gebracht, darunter jeweils zur Hälfte junge Geflüchtete beziehungsweise Schüler der Sprachlernklassen und Bewohner der Wohngruppen für minderjährige alleinreisende Flüchtlinge in Gailhof. Zur öffentlichen Abschlussveranstaltung sind dann alle tanzinteressierten Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Migrationserfahrung eingeladen, gemeinsam eine egene Choreografie zu erabeiten. Tanzerfahrungen im Vorfeld sind nicht erforderlich. "Das gemeinsamen Wirken an und in der Tanzchoreografie rückt die jeweilige Vergangenheit und damit auch die Unterschiedlichkeit entlang zugeschriebener Kategorien wie Flüchtlingen in den Hintergrund", hofft die Vorsitzende von Miteinander Wedemark. Durch das geteilte Erleben von Tanz und Musik werde ein wichtiger Raum für neue Verbindungen und Freundschaften zwischen den Teilnehmern geschaffen und damit auch für zukunftsweisende Perspektiven für das Miteinander in der Schule und in der Gemeinde.
Ebenfalls 1.000 Euro gehen an den Hilfsfonds Wedemärker für Wedemärker. Fachbereichsleiter Jürgen Auhagen, der den Fonds bei der Gemeinde verantwortlich betreut, erklärte den Hintergrund des 1989 ins Leben gerufenen Fonds, der unverschuldet in Not geratenen Wedemärker Bürgern unbürokratisch hilft. So seien im vergangenen Jahr 4.500 Euro ausgeschüttet worden, während sich die Einnahmen durch Spenden lediglich auf 2.600 Euro beliefen. Doch noch verfüge der Fonds über ein kleines Polster, beruhigte Auhagen.
Das Institut für soziales Lernen mit Tieren darf sich ebenfalls über 1.000 Euro freuen. Hier werden seit 26 Jahren mehr als 14 pädagogische Einrichtungen mit tiergestützter Pädagogik betreut. "Alte Tiere gehen, neue müssen gekauft werden. Dafür können wir diesen warmen Regen sehr gut gebrauchen", bedankte sich Ingrid Stephan bei den Lions für die Förderung.
Der Ambulante Hospizdienst Burgwedel-Isernhagen-Wedemark möchte die 1.000 Euro für die Weiterbildung seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter nutzen. 49 an der Zahl unterstützen zurzeit die zwei Hauptamtlichen, berichtete Ute Rodehorst. Ein neuer Schulungskurs für Sterbebegleiter startet im April. Sein zehnjähriges Wirken wird der Ambulante Hospizdienst allen Interessierten am 12. Mai bei einer Veranstaltung im Amtshof Burgwedel vorstellen.
Weitere 1.000 Euro gingen an den Kinderschutzbund Wedemark für sein Buchprojekt: Die Summe wird in 25 Buchgutscheine a 40 Euro für bedürftige Kinder investiert, berichtete Tanja Rümke und bedankte sich herzlich bei den Lions.
Jeweils 500 Euro erhalten schließlich die Jugendkunstschule Wedemark und der Kulturverein Brelinger Mitte. JuKu-Leiter Bernd Tschirch stellte kurz das Interkulturelle Atelier jeden Mittwoch in der Cafeteria der Wedemark-Halle vor, das sich mittlerweile auch für Kinder ohne Migrationshintergrund geöffnet habe und zudem ein Elterncafé anbiete. Hier finde das Geld eine sinnvolle Verwendung.
Bettina Arasin vom Kulturverein Brelinger Mitte setzt auf Synergieeffekte, die mit der Unterstützung geschaffen werden könnten und lud alle Interessierten ein, die Räume des vor elf Jahren ins Leben gerufenen Vereins zu nutzen. Das habe ja auch der Lions Club im vergangenen Jahr erfolgreich für einen Filmabend mit Senioren getan.
Mit einem lecker bestückten Büfett, für das alle Lions-Mitglieder etwas mitgebracht hatten und einem regen Austausch untereinander klang der Abend am Mittwoch in der Schule Unter den Eichen aus.