Lorberg freut sich über Erfolg

Editha Lorberg und Rudi Ringe erläutern das Abbaugebiet. Foto: A. Wiese

„Arbeitskreis gegen zusätzliche 17 Hektar“

Wedemark (awi). „Ich komme gerade aus dem Arbeitskreis Landwirtschaft. Wir haben uns im Beisein darauf verständigt, dass die zusätzlichen 17 Hektar, die den Durchstich am Brelinger Berg bedeuten würden, und die kurzfristig wieder in der Vorlage für das LROP drin waren, wieder rauskommen“, berichtete die CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg gestern vormittag vor der Presse. Umweltminister Stefan Birkner habe sie zwar trotz wiederholter Versuche seit zwei Tagen nicht erreicht, doch habe sie seit Anfang der Woche intensive Gespräche mit ihrem parlamentarischen Geschäftsführer Jens Nacke, dieser wiederum mit dem Fraktionsvorsitzenden Börn Thümler, außerdem mit Dirk Töpffer aus dem Bereich Wirtschaft geführt. Auch mit dem Sprecher des Arbeitskreises Landwirtschaft, Clemens Große-Macke, und mit Wirtschaftsminister jörg Bode habe sie in Kontakt gestanden. Nacke habe ihr schon am Donnerstagabend verbindlich mitgeteilt, dass CDU und FDP im Konsens seien, dass die 17 Hektar wieder herausgenommen würden. Wirtschaftsminister Bode habe die Prüfung des Sachverhaltes in seinem Hause zugesagt, ob diese 17 Hektar momentan zwingend erforderlich seien. Da dies nicht der Fall sei, wie die Prüfung eindeutig ergeben habe, seien die fraglichen 17 Hektar kein Thema mehr für das aktuelle LROP.
Die CDU habe sich bereits seit Jahren in der Wedemark klar positioniert: Sie lehnt eine Erweiterung des Vorranggebietes Brelinger
Berg im Landesraumordnungsprogramm auf 94 Hektar ab. Diese Position vertritt Lorberg auch persönlich. Dennoch distanziert sie sich deutlich von der Vorgehensweise des Bürgermeisters in dieser Angelegenheit. „Bei einem so bedeutungsvollen Thema für die Wedemark hätte ich mir mehr Sachlichkeit und Sensibilität von Herrn Bartels gewünscht,“ betonte die Abgeordnete. Bartels habe sie lediglich in einer kurzen Mail aufgefordert, sich für die Belange der Wedemark einzusetzen – kein persönliches Gespräch, keine Nachfragen zum Sachverhalt. „Sein überzogener Aktionismus verwundert mich sehr“, so Lorberg in einem Pressegespräch. Ein Bürgermeister habe die Aufgabe in einer so dringenden Angelegenheit die Beteiligten an einen Tisch zu holen, um an einer Lösung zu arbeiten. Bartels habe jedoch vorrangig eine öffentliche Inszenierung in Gang gesetzt. Dabei ging es nach Ansicht der Landtagsabgeordneten ausgesprochen unprofessionell vor. „Bevor ich wilde Anschuldigungen ausspreche, muss ich doch die Sachlage hinreichend prüfen. Man muss sich schon fragen, ob es dem Bürgermeister wirklich um den Durchstich am Brelinger Berg geht, oder ob er sein Talent als Showmaster einmal mehr einsetzen wollte. Aber vielleicht ist sein sonderbares Verhalten auch bereits dem Landtagswahlkampf geschuldet, denn nun hat die SPD ihren Landtagskandidaten bereits aus Garbsen in die Wedemark geholt, um sich über den Brelinger Berg zu informieren,“ sagte Editha Lorberg kopfschüttelnd. Im Verlauf der jahrelangen Verhandlungen hat man sich darauf geeinigt, dass zu den im LROP verankerten 62 ha Vorranggebiet weiter 17 ha dazu kamen, die bisher nur im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) festgeschrieben sind. Diese 17 ha müssen nun ins LROP aufgenommen werden. Der Unternehmer hat bereits eine Abbaugenehmigung von der Region Hannover für dies Fläche erhalten.