Lorberg stellt Schulreform vor

Kultusminister setzt Fundament für zukunftsfähige Schulstruktur

Hannover. „Mit seiner Reform der Schulstruktur ist dem Niedersächsischen Kultusminister Dr. Bernd Althusmann ein großer bildungspolitischer Wurf gelungen“, sagte die CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg hinsichtlich der Ergebnisse des heutigen „Bildungsgipfels“ in Hannover. „Er hat es geschafft, Fraktion und Partei von seinem Konzept zu überzeugen. Das war sicherlich ein schwerer Weg – an dessen Ende aber steht das Fundament für eine zukunftsfähige Schulstruktur in Niedersachsen.“ Die neue „Oberschule“ vereint künftig Haupt- und Realschulen und bietet den Schulträgern die Möglichkeit, diese Schulform um ein Gymnasialangebot zu erweitern. „Besonders zukunftsweisend daran ist, dass allein die Schulträger vor Ort entscheiden, ob und wie sie eine solche Schulform errichten“, erklärte Editha Lorberg. „Das funktioniert nach dem System eines Baukastens.“

Konkret werden künftig zwei Formen der Oberschule ermöglicht. Einerseits eine mindestens dreizügige Oberschule mit Gymnasialangebot, andererseits eine mindestens zweizügige Oberschule ohne Gymnasialangebot. Dabei werde die Oberschule als Ganztagsschule mit teilweise verpflichtendem Unterricht geführt. Zudem erhalte jede Oberschule sozialpädagogisches Fachpersonal. „Damit geht man einen großen Schritt in Richtung der von Bildungsexperten geforderten Ganztagsschule“, so Editha Lorberg. „Die neue Schulstruktur bietet unserer Gemeinde Wedemark die nötige Flexibilität, um auf die jeweiligen Entwicklungen der Schülerzahlen entsprechend zu reagieren.“ Die bewährten Schulstrukturen würden von den Neuregelungen nicht einfach umgeworfen. „Das Gegenteil ist der Fall“, so Editha Lorberg. Die Oberschule ergänze künftig die zusammengefassten Haupt- und Realschulen sowie Kooperative Gesamtschulen (KGS). Bestehende KGS ohne gymnasiale Oberstufe könnten auf Wunsch des Schulträgers in eine Oberschule überführt werden. „Schulträger sollen selbstverständlich auch weiterhin selbstständige Haupt- und Realschulen führen. Da haben die Entscheidungsträger vor Ort freie Hand. Die Regelung ist insgesamt sehr flexibel“, erklärte Editha Lorberg. Die Schulstrukturreform stehe insgesamt für einen Systemwechsel in der niedersächsischen Bildungspolitik. „Der Kultusminister hat alle guten bestehenden Ansätze in dieser Neuordnung vereinigt.“