Luisa Bogenschütz ist Parlamentsvorsitzende

Die neun Mitglieder des frisch konstituierten Jugendparlaments haben in geheimer Abstimmung ihren Vorsitz gewählt – Luisa Bogenschütz (vorne rechts) führt ab sofort das Gremium. (Foto: S. Birkner)

16-Jährige wird von Schmieta und Wilken vertreten

Mellendorf (sb). „Gewählt ist gewählt!“, hörte man es Luisa Bogenschütz auf die Frage, ob sie jetzt eigentlich die Sitzungsleitung übernehmen solle, aus den Reihen der Besucher ermutigend entgegenschallen. Die 16-jährige Bissendorferin wurde auf der konstituierenden Sitzung des Jugendparlaments deutlich mit sieben von neun Stimmen zur Vorsitzenden gewählt und wird von nun an federführend für das Gremium verantwortlich sein. Als ihre Stellvertreter wurden ebenfalls mit deutlicher Mehrheit Henrieke Schmieta und Julian Wilken gewählt. Am vergangenen Mittwoch war es das erste Mal, dass das im November gewählte Jugendparlament zusammenkam. „Es gibt viel zu tun für euch, schließlich habt ihr eine Wahrnehmung, die die Ratsmitglieder aufgrund ihres Alters nicht haben“, bescheinigte Gemeindebürgermeister Tjark Bartels dem neunköpfigen Gremium. Der Vorsitzende des Gemeindeausschusses für Jugend, Senioren und Soziales, Heiner Peterburs, bezeichnete die Vertreter als „wichtiges Sprachrohr“ aller Wedemärker Jugendlichen. Neben den Wahlen der Vorsitzenden standen für die erste Sitzung einige Formalitäten auf der Tagesordnung. So nahm Bartels die Pflichtenbelehrung nach der Niedersächsischen Gemeindeordnung vor, die zum Beispiel die Verschwiegenheit bei nicht-öffentlichen Angelegenheiten fordert. Alle Mitglieder unterschrieben diese Belehrung. Die Wahl der Ausschussvertreter, die Jugendlichen haben in insgesamt fünf Gremien Rederecht, wurde indes auf die nächste Satzung vertagt. „Es ist eine bessere Lösung, wenn wir uns intern Gedanken über die Besetzung der einzelnen Ausschüsse machen und eine Konsensentscheidung treffen, als auf die Schnelle abzustimmen“, sagte Bogenschütz. Nach einjähriger Planungsphase war das Jugendparlament im November mit einer zufriedenstellenden Wahlbeteiligung von rund 20 Prozent legitimiert worden. In einer Arbeitsgruppe hatten zuvor Mitglieder aller Parteien, allen voran Niklas Mühleis, gemeinsam an einer neuen Satzung des Gremiums gearbeitet. Zu früheren Wahlen des Jugendparlaments hatten sich kaum noch Kandidaten aufstellen lassen, weshalb seine Arbeit rund zwei Jahre lang ruhen musste. Die Mitgliederzahl des Jugendparlaments war deshalb von 15 auf neun verringert worden und kann jetzt effektiver gestaltet werden.