Luther-Schulgottesdienst in Resse

Mit ihren selbst gemalten Bildern veranschaulichen die Schüler der zweiten Klasse beim Luther-Gottesdienst in Resse das Lied „Er hält die ganze Welt“ – zur Freude der Mitschüler und Pastorin Wibke Lonkwitz. Foto: B. Stache

Die Grundschüler machen sich Gedanken über den großen Reformator

Resse (st). „Heute seid ihr alle herzlich willkommen bei uns in der Kapernaum-Kirche“. Mit diesen Worten begrüßte Pastorin Wibke Lonkwitz die Schüler der benachbarten Grundschule und ihre Lehrer zum Schul-Reformations-Gottesdienst. Was hat die Reformation mit uns zu tun? Die Antwort auf diese Eingangsfrage lieferte die Pastorin gemeinsam mit den Schülern, die sich intensiv auf den Gottesdienst vorbereitet hatten. Alle Lieder kannten sie auswendig, und so erfüllte gleich zu Beginn der begeistert vorgetragene Gesang „Komm, sag es allen weiter“ den Kirchenraum. In einer ersten Spielszene unternahmen die Schüler der Klasse 4a eine Reise in die Zeit Martin Luthers. Szene zwei handelte von Johann Tetzel und seinen Ablassbriefen. Anschließend stellten die Schüler der 3b und 4a den Mönch Martin Luther vor. Beim folgenden Lied „Er hält die ganze Welt“ hielten die Schüler der zweiten Klasse selbst gemalte Bilder in die Höhe – beispielsweise Weltkugel, Sonne und Mond, Bäume und Tiere – und veranschaulichten so den Gesangstext. „Luther hat den Menschen ganz viel über den Glauben und Gott beigebracht“, erklärten die Kinder. Immer zwei Schüler sprachen gemeinsam einen Text, aus dem heraus die „Lutherrose“ an einer Stellwand entstand. Sie war das Siegel, das Martin Luther ab 1530 für seinen Briefverkehr verwendete. Heute ist die Lutherrose ein Symbol der evangelisch-lutherischen Kirchen: Eine weiße Rosenblüte auf blauem Grund, in der Mitte ein rotes Herz mit einem schwarzen Kreuz. „Die Erneuerung der Kirche ist für Martin Luther eine Herzensangelegenheit“, trugen Schüler der 4b vor und riefen die Ideen des Reformators in Erinnerung. „I will follow him“, sangen die beiden vierten Klassen, bevor die 3a ihre Fürbitten vortrug. Nach dem „Vaterunser“ wurden vier Strophen von „Du bist da, wo Menschen leben“ angestimmt. „Gehen wir in Frieden“ lautete der Titel des Liedes, zu dem die großen und kleinen Schulgottesdienst-Besucher von Wibke Lonkwitz aus dem Kirchenraum geführt wurden – vorbei an Herzkeksen „zum Mitnehmen für den langen Weg zurück in die Grundschule“, wie die Pastorin zuvor schmunzelnd angekündigt hatte.