Mandatsübergabe bei Bündnis 90/ Die Grünen

Selin Arikoglu übernimmt das Mandat der Wedemärkerin Kathrin Kuhfß in der Regionsversammlung (Foto: N. Mandel)

Arikoglu begrüßt und Kuhfß verabschiedet

Wedemark (nm). Die Ortsverbandsvorsitzende der Grünen Ute Lucka verabschiedet die bisherige Abgeordnete der Regionsversammlung Kathrin Kuhfß. Lucka bedankt sich herzlich bei der scheidenden Mandatsträgerin und begrüßt dafür die grüne Powerfrau Selin Arikoglu aus Garbsen. Die gemeinsame Kandidatin der Grünen Orstverbände von Garbsen und der Wedemark ist als Kuhfßs Nachfolgerin in die Regionsversammlung gewählt worden. So übergibt die bisherige Abgeordnete, die Wedemärkerin Kathrin Kuhfß ihr Amt nun an die Garbsenerin. Dabei war klar, dass Garbsen den nächsten Kandidaten stellt, denn die Ortsverbände wechseln sich ab.
Die 34-jährige Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin Arikoglu hat vielfältige Erfahrungen in der Jugendarbeit bei der Stadt Hannover gesammelt. Zu verschiedenen Themen lehrt sie auch an der HAWK (Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst), wo sie zurzeit promoviert. Seit 2009 bei den Grünen, engagiert sie sich in den verschiedensten Bereichen. Als frühere Sprecherin der grünen Landesarbeitsgemeinschaft ‚Migration und Flucht’ hat sie bisher dieser Themenbereich stark beschäftigt. „Die für die Region relevanten Themen in Bezug auf Umwelt muss ich mir noch erarbeiten“, sagt die Fachfrau für Integration. Auch das Thema Gleichstellung habe ihre bisherige Arbeit stark geprägt. „Ich bin mit einer alleinerziehenden Mutter und zwei Geschwistern in einem sozialen Brennpunkt in Garbsen aufgewachsen“, stellt sie ihren persönlichen Zugang zum Thema dar. „Aus uns allen ist trotz des vermeintlich schwierigen Umfelds was geworden, und das hat unsere Mutter bewirkt“, betont sie. Daher sei ihr besonders wichtig, die häufig den Frauen zugeschriebenen Familienaufgaben, die die Gesellschaft im Hintergrund zusammenhalten, in den Blickpunkt zu rücken und ihnen dadurch zu mehr Wertschätzung zu verhelfen. Das sei in ihren Augen genauso eine Querschnittsaufgabe wie die Integration der Flüchtlinge und der bereits schon länger in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund. Genauso beschäftigt sie sich als jugendpolitische Sprecherin des Jugendhilfeausschusses aber auch mit Themen wie Delinquenz und Kriminalität bei Jugendlichen. Wie ihre Vorgängerin Kathrin Kuhfß sieht sie sich als Brücke zwischen der Ortsfraktion der Grünen und der Rats- bzw. Regionsfraktion. Daher möchte sie auch keine Sitzung der Grünen in der Wedemark verpassen, um nahe an den Themen zu bleiben und die Inhalte zu transportieren. Dass dabei leicht vierzig Stunden pro Monat im Ehrenamt zusammenkommen, schreckt sie nicht. Getreu ihrem Motto „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!“ freut sie sich auf ihre neuen Aufgaben und hofft auf breite Unterstützung.
Die Wedemärkerin Kathrin Kuhfß hat das Mandat die letzten fünf Jahre ausgefüllt. In der Regionsversammlung gehörte sie dem Gleichstellungs- und Sozialausschuss an. Zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten in den verschiedenen Ausschüssen gehörte es vor allem, das regionale Raumordnungsprogramm mit grüner Handschrift zu versehen. „Ich sehe die Region als Gesamtheit“, betont sie. Man wolle und müsse gemeinsam wirken, um die Region zukunftsweisend in den verschiedenen Bereichen zu positionieren. Stolz ist sie auf ihr Mitwirken im Sozialausschuss bei der Umsetzung der Einführung des Sozialtickets, welches von Bürgerinnen und Bürgern rege genutzt würde. Nun sei sie gespannt, was die nächsten fünf Jahre in der Opposition für die Grünen bringen: „ Das ist eine große Chance, grüne Standpunkte nochmal klar zu vertreten“, freut sie sich. Sie wird der neuen Regionsversammlung nicht mehr angehören, im Ortsverband aber weiter aktiv bleiben. Am 14.11. wird das Mandat offiziell übergeben.