Marina Schreibers ,Polyflore Mikrofauna‘

Die Künstlerin Marina Schreiber mit einem ihrer Kunstwerke aus der Polyfloren Mikrofauna. Foto: A. Wiese

Kunst bei imago im Bürgerhaus noch bis Mai in ganz ungewohnten Dimensionen

Bissendorf (awi). Marina Schreiber verwendet für ihre Arbeiten, die sie biomorphe Abstraktionen nennt, die unterschiedlichsten Materialien. So biegt und formt sie aus elektronischen Bauteilen, wie Widerständen und Transist0ren, Perlen und Pailletten faszinierende organisch anmutende Drahtskulpturen, deren transparente Formen den Betrachter unmittelbar an natürliche ozeanische Gebilde erinnern und dennoch unbenennbar abstrakt bleiben. Das sagt Caroline Linssen über die Künstlerin Marina Schreiber, die noch bis zum 4. Mai ihre „Polyflore Mikrofauna – Biomorphe Abstraktionen – Malerei und Objekte“ in den Räumen des Kunstvereins imago im Bürgerhaus in Bissendorf ausstellt. „Ihre Anregungen nimmt die Künstlerein aus der Formenwelt der mikroskosmischen Flora und Fauna, dem Kleinuniversum der Unterwasserwelten und dem, was für uns nur unter dem Mikroskop sichtbar wird, dem was mit dem inneren Blick Wassily Kandinskys gesehen wird, so Caroline Linssen weiter und zitiert Kandinsky: „Er geht durch die äußere Form hindurch und macht das innere Pulsieren der Dinge für sämtliche Dinge wahrnehmbar.“ Lange hat sich imago bemüht, Marina Schreiber für eine Ausstellung zu gewinnen. Ute Loewener und ihre Vorstandskollegen freuen sich, dass es jetzt endlich geklappt hat. Schreibers Arbeiten sind gefragt. Seit 1992 stellt sie kontinuierlich im In- und Ausland aus: in Berlin, Potsdam und Bremen, in Hannover, Essen, Wuppertal, Frankfurt, München, Passau, Klagenfurt, Ossiach, Villach und Mailand. Im vergangenen Jahr präsentierte sie ihre Werke im Skulpturengarten in Funnix/Wittmund, 2012 in Neuwerder, im Jahr davor in der Galerie am Bollwerk in Neuruppin. Die gebürtige Hannoveranerin lebt und arbeitet in Betzin bei Fehrbellin in Brandenburg. Sie studierte Bildhauerei in Hannover und Berlin, erhielt 1990 ein Stipendium der Akademie der Künste in Olevano Romano in Italien. 1996 bekam sie den Brita-Kunstpreis, 1997 ein Stipendium der Käthe-Dorsch-Stiftung und 2001 ein weiteres der Stiftung Kulturfonds im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop.
Ihre Ausstellung in Bissendorf beim imago Kunstverein ist noch bis Sonntag, 4. Mai, dienstags bis freitags von 11 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, sonnabends von 11 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr sowie sonntags von 15 bis 17 Uhr zu sehen.