Marks ist nicht einverstanden

„Mopedgesetz Gefahr für Jugendliche“

Wedemark. Trotz aller Warnungen senkt die Regierungskoalition das Mindestalter für Mopeds. Bereits 15-Jährige sollen die Möglichkeit bekommen, zweirädrige
Kleinkrafträder (Mopeds), Quads oder vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge
mit 45 Stundenkilometern zu fahren. Caren Marks, jugendpolitische Sprecherin der
SPD-Bundestagsfraktion, hält das für falsch. Sie weist darauf hin, dass
der Deutsche Verkehrssicherheitsrat, der ADAC, die Deutsche
Verkehrswacht, der ACE, der AvD und viele andere mehrfach größte
Bedenken gegen dieses Gesetzesvorhaben geäußert haben. Die Regierung zeigte sich völlig beratungsresistent", so die niedersächsische SPD-Bundestagsabgeordnete. " Die Regierungskoalition ignoriere sogar die Studie der bundeseigenen Anstalt für Straßenwesen (BASt), die als Ergebnis empfiehlt, das Mindestalter nicht abzusenken, erklärt Marks. Die Verkehrsexperten stellten übereinstimmend fest, dass die Altersklasse zwischen 14 und 16 Jahren geprägt ist von hoher Risikobereitschaft. Die Folge sei erhöhte Unfallhäufigkeit, meist
aufgrund überhöhter Geschwindigkeit. „In dieser Situation will die Regierung den Jugendlichen nun erlauben, mit 45 km/h durch die Gegend zu fahren! Das ist unverantwortlich", sagt Caren Marks. "Die bisherige Regelung, erst einmal auf Mofas mit zugelassenen 25 Stundenkilometern Erfahrungen zu sammeln und danach auf schnellere Fahrzeuge umzusteigen, hat sich bewährt“, so die Abgeordnete. Es gäbe keinen Grund, diese Praxis zu ändern und damit Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Sie verweist auf Aussagen des ADAC, wonach sich in Österreich die Zahl der tödlichen Unfälle nach der Absenkung des Führerscheinalters verzehnfacht hätten. „Es ist völlig unverständlich, dass die Regierungskoalition diese Argumente und Fakten nicht zur Kenntnis nimmt“.