Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Bereich der Baustelle A 7 Schwarmstedt – Mellendorf vereinbart

Wedemark/Schwarmstedt. Aufgrund der erhöhten Unfallzahlen auf der A 7 im Bereich der Baustelle Schwarmstedt von bereits 200 Unfällen allein in diesem Jahr mit drei Toten, zwei Schwer- sowie 26 Leichtverletzten hat jetzt bei der Polizei in Soltau eine Beratung stattgefunden, an der Landrat Manfred Ostermann, der Leiter der Polizeiinspektion Heidekreis Stefan Sengel, die Leiterin der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Verden, Gisela Schütt und die Landtagsabgeordneten aus dem Heidekreis Gudrun Pieper, Karl-Ludwig von Danwitz und Sebastian Zinke teilgenommen haben.
Ziel dieser Beratung war die Festlegung von Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Bereich der Baustelle A 7 Schwarmstedt-Mellendorf und damit die Reduzierung der Anzahl der Stauereignisse. Allein in Fahrtrichtung Hannover gab es in circa vier Wochen drei Tote, zwei Schwerverletzte und mehrere Leichtverletzte. Nach gemeinsamer Beratung wurde folgender 8-Punkte-Maßnahmenkatalog als sinnvoll eingeschätzt:
1. Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h zwischen dem Autobahndreieck Walsrode und der Baustelle Schwarmstedt-Mellendorf
2. Verlängerung der bereits vorhandenen Stauwarnanlage in Fahrtrichtung Süden um einen weiteren Querschnitt (Warneinrichtung)
3. Verstärkte Geschwindigkeitsmessungen und Abstandsüberwachungen durch Landkreis und Polizei
4. Banner an den Brücken „Unfall pass auf“ in Deutsch, Englisch und Russisch
5. Darüber hinaus soll im Bereich der Anschlussstelle Berkhof sowie des Parkplatzes „Osteriehe“ geprüft werden, ob die Beschleunigungsspur verlängert werden kann.
Diese Maßnahmen sollen kurzfristig umgesetzt werden.
Bereits in der baulichen Umsetzung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit der derzeit vorhandenen Verkehrsführung befinden sich die Maßnahmen:
6. Befestigung des Banketts auf gesamter Baustellenlänge, Richtungsfahrbahn Hannover.
7. Installation von Markierungsknöpfen am äußeren rechten Fahrbahnrand in Richtungsfahrbahn Hannover
8. Zusätzlich prüft das zuständige Verkehrsministerium verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, unter anderem auch den Umbau der vorhandenen 5+0-Verkehrsführung (fünf Fahrstreifen – zwei Richtung Hannover, drei Richtung Hamburg – auf der Richtungsfahrbahn Hannover) in eine 4+0-Verkehrsführung (vier Fahrstreifen – zwei Richtung Hannover, zwei Richtung Hamburg – auf der Richtungsfahrbahn Hannover).
Diese Maßnahme hat Landrat Ostermann noch gestern Abend beim niedersächsischen Verkehrsministerium beantragt.
Die Beteiligten waren sich einig, dass diese Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der A 7 beitragen, baustellenbedingte Staus reduzieren und damit Unfälle vermeiden helfen können.