Mehr als 1000 Besucher in Brelingen

Viele Zuschauer verfolgten bereits am Sonnabend die offizielle Eröffnung von „Kultur im Dorf“ vor der Brelinger Mitte. Foto: A. Wiese
 

Musik stand im Mittelpunkt – Juliano Rossi gewann viele neue Fans dazu

Brelingen (awi). „Es war insgesamt eine sehr fröhliche, harmonische und generationsübergreifende Veranstaltung, die nur durch die Mithilfe der vielen Brelinger Helfer ermöglicht wurde“, zog Marion Lürig vom Organisationsteam am Sonntagabend eine erste Bilanz für „Kultur im Dorf“ in Brelingen am Pfingstsonnabend und -sonntag.
Die vielen, vielen Torten, die gespendet wurden, waren am zweiten Tag allesamt vertilgt – in der Kaffeestube herrschten Ausnahmeverhältnisse – das nur als ein Maßstab für die Resonanz auf die Veranstaltung. „Wir schätzen, dass weit über 1000 Menschen bei uns zu Gast waren, viele Wedemärker, aber auch sehr viele Hannoveraner“, so Marion Lürig. Das Bühnenprogramm habe viele angezogen, aber auch die Mitmach-Aktionen wurden sehr gut angenommen. Der Hemme-Hof war gut gefüllt, viele kleine und große Menschen bastelten an den unterschiedlichsten Kunstwerken, wobei besonders der Riese aus Weidenruten imposant alles überragte. Der ist auch fertig umflochten und wird im Dorf einen besonderen Platz erhalten als Erinnerung an diese tolle Veranstaltung, haben die Organisatoren versprochen. Der erste Tag wurde besonders von den Brelingern sehr gut besucht, weil viele Mitwirkende aus dem Dorf kamen: der Kirchenchor, der MGV, die Bands Rolling Thunder und die Bumchucks. Am Abend bei Juliano Rossi überzeugte dann der Künstler vor allem die vielen anwesenden Frauen sehr charmant von seinem Können, verriet Marion Lürig und mutmaßte: „Ich glaube, er hat viele Fans zurückgelassen!“
Am Sonntag kam dann endlich die Sonne zum Vorschein – rechtzeitig zum Auftritt der Jetlags, die das Publikum sofort mitrissen und sehr sympathisch und professionell waren. Die Stimmung war auch bei The Beez hervorragend, diese Band verstand es einmal mehr, die Menschen auf ihre Seite zu bringen und Frohsinn zu verbreiten. Am Abend unterhielten die Wohnraumhelden mit ihren frechen Texten und brachten das Publikum zum Mitsingen und Mittanzen. In der Brelinger Mitte fesselten Märchenerzählerin und Puppenspieler nicht nur die Kleinen. Bewundert wurden auch die zum größten Teil in Eigenleistung renovierten Toilettenanlagen. Die offizielle Eröffnung der Veranstaltung am Sonnabend im Zentrum auf der Marktstraße vor der Brelinger Mitte war bereits gut besucht und wurde von der Kulturvereinsvorsitzenden Bettina Arasin, der zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin Editha Lorberg und Ortsbürgermeisterin Christiana Böttcher vorgenommen. Doch nicht nur in der Marktstraße, auch am Eichendamm waren der Hof Martens und der Garten von Joachim Kortzfleisch gut frequentiert. Durch die alte Kornbrennerei auf dem Hof von Dirk Martens führte der ehemaligen Pastor Karl-Heinz Friebe die interessierten Besucher und würzte die sachlichen Informationen mit launigen Anekdoten. Auch hier fanden sich Kunsthandwerk, Trecker-Oldtimer und kulinarische Versuchungen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Eichendamms luden Joachim Kortzfleisch und der Künstler Bernd Sidon zu einer gelungenen harmonischen Kombination von Kunst und Garten ein. Die Besucher genossen Blütenvielfalt und Kunstwerke gleichermaßen und manch einer mag Anregungen für die Gestaltung des eigenen Grundstücks mit nach Hause genommen haben. Unter dem Strich eine vielseitige Veranstaltung mit enormem Aufwand: „Wir sind froh und glücklich, dass wir auch diesmal Kultur im Dorf so erfolgreich durchgeführt haben – mit der Hilfe von vielen Ehrenamtlichen, die jetzt alle ziemlich geschafft sind“, so eine erschöpfte, aber glücklich Marion Lürig am Sonntagabend.