Mehr als 300 Besucher bei DSL-Infoveranstaltung

Mehr als 300 Interessenten für ein schnelles DSL waren am Dienstagabend zu der Informationsveranstaltung ins Elzer Gasthaus Goltermann gekommen. (Foto: H.H. Schröder)

Duden-Rodenbostel und Ibsingen wollen mit in die Zukunft

Elze (hhs). Das DSL Angebot der htp und der Gemeinde Wedemark scheint vollkommen die Internetwünsche der Wedemärker zu erfüllen. Zu der Informationsveranstaltung am Dienstagabend im Gasthaus Goltermann in Elze waren mehr als 300 Interessierte gekommen, um sich von den Vertretern des hannoverschen Kommunikationsanbieter htp in den Ablauf seines Angebotes einführen zu lassen. htp meint es offensichtlich ernst mit seiner Zusage, schnelles DSL in beinahe allen Ortschaften anzubieten. Die beiden Geschäftsführer des Unternehmens, Thomas Heitmann und Ralf Kleint, waren trotz Schneetreibens gekommen und übernahmen das angekündigte Gespräch selbst. Aber die Ankündigung, in der Gemeinde Wedemark flächendeckendes DSL bald nutzen zu können, hat nun Begehrlichkeiten auch bei denen geweckt, die es nicht so schnell bekommen, bei den Einwohnerinnen und Einwohnern der Ortschaften Duden- Rodenbostel und Ibsingen. Und natürlich auch bei denjenigen, die in „Ost-Bissendorf“ leben. Bürgermeister Tjark Bartels begrüßte die Besucherinnen und Besucher und führte zunächst aus, dass schnelles DSL heutzutage gewissermaßen zu den Notwendigkeiten des täglichen Lebens gehört: „Kein Kind kommt heute in der Schule noch ohne Internetrecherche aus“, sagte er. Wenn das nicht möglich sei, werde es sich für die Gemeinde Wedemark als negativer Standortfaktor auswirken. Nach intensiver aber kurzer Vorarbeit einer Arbeitsgruppe, deren Ergebnis eine gute Infrastruktur von Internet fähigen Glasfaserkabeln und Leerrohren auswies, habe man in htp einen Partner gefunden, der unter der Voraussetzung deutlicher Interessenbekundung der Wedemärker Bevölkerung den Zugang zum schnellen Netz schaffen wolle. Die Bereitschaft möglichst vieler Wedemärker, ihr Interesse zu bekunden, sei aber Voraussetzung. Htp müsse auch wirtschaftlich arbeiten können.
Der Wirtschaftsförderer der Gemeinde, Carsten Niemann, wies noch einmal eindringlich darauf hin, dass alle Interessenten ihr Interesse bis zum 31. Januar schriftlich bekunden müssen. Reiche die Anzahl dann aus, werde htp noch im kommenden Jahr mit dem Ausbau beginnen. Die beiden Geschäftsführer des Telekommunikationsanbieters htp erläuterten anschließend die Grundlagen und den Ablauf des Netzausbaus. Sie rieten auch den Einwohnern von Oegenbostel und Plumhof, ihr Interesse zu bekunden. Zur Begründung hieß es, auch für diese beiden Ortschaften zeichne sich vielleicht eine Ausbauvariante im Zuge der anstehenden Arbeiten ab. „Damit wird die gesamte Gemeinde Wedemark in Sachen Telekommunikation gewissermaßen in die Zukunft katapultiert“, hatte Bürgermeister Tjark Bartels es ausgedrückt bei der Vorstellung des Projektes in der vergangenen Woche. Das haben die Einwohnerinnen und Einwohner der drei Ortschaften Duden-Rodenbostel und Ibsingen an diesem Abend wörtlich genommen: Sie hielten Schilder in den Händen „Katapult in die Zukunft - wir wollen mit“. Die drei weit abgelegenen Ortschaften waren bei dem zweistufigen Ausbau des Netzes im kommenden Jahr vorerst aus Gründen der Wirtschaftlichkeit ausgeschlossen worden. Allerdings hatte Bartels bei der Vorstellung des Projektes auch angekündigt, dass für diese drei auch andere Möglichkeiten eines schnellen Internetzugangs geprüft werden. Auch in Bissendorf ist der Wunsch nach schnellem DSL groß. Die Ortschaft ist gewissermaßen zweigeteilt: Bissendorf-West verfügt über Zugänge von 16 MBit, der östliche Teil der dagegen nur über 2 MBit. Hier wird auf privater Ebene gegenwärtig eine Aktion zur Interessenbekundung der Einwohnerinnen und Einwohner vorbereitet, die gleich im Neuen Jahr beginnen soll. Man wolle damit deutlich machen, dass auch dort großer Bedarf ist, hieß es.